Da fällt dir nix mehr ein…

Masse war noch nie Klasse

Da man mittlerweile, und ins Besondere jetzt zur warmen Jahreszeit, aber auch sämtliche Stilverirrungen und Unsäglichkeiten auf der Strasse vorgeführt bekommt, macht man sich doch so seine Gedanken um den geschmacklichen Untergang des Abendlandes. Was da so alles an einem vorbei paradiert, entbehrt nun oftmals jeglichen Kunstverständnisses und kreativen Niveaus. Fragt man die Leutchen, so wird man erstaunt angesehen, da es doch Mode, Trend und Zeitgeist ist. Dabei sind es nicht nur Fallower und User der jüngeren Generation… mitnichten… die vorherige ist auch bereits voll drauf. Diverse Erscheinungen, welche zuvor stets als bekloppt und abseitig erachtet wurden, sind inzwischen Standard, also „state of art“.

Unreflecktiertes Befolgen von Werbung und Marketing macht herrschenden Konsumterror offensichtlich bemerkbar. Auch wenn es mit „Zeitgeist“ alibiert wird. Dabei wissen die Zombies teilweise oft selbst nicht, wie die bezeigte Stilrichtung begründet, geschaffen oder erarbeitet wurde. Na gut… es ist heutzutage auch meist der abseitige Einfall von grenzwertigen Designern bzw. eine Gewinn generierende Absicht cleverer Unternehmer immer etwas Neues zu verkaufen.

Da reicht es aus, wenn ein bekiffter und bedröhnter Promi auf der Bühne herumstolpert und vergessen hat sich richtig anzuziehen bzw. seine Garderobiere die Klamotten verwechselt hat. Und schon vermeint ein angeschickerter Medienverunstalter : „Oh.. ein neue Richtung ! Ja, wie geil ist das denn ? Ein neuer Trend !“ Egal, wie sinnfern, geschmacklos und abseitig das ist. Hauptsache irgendein niveaufernes A….loch erschafft vermeintlich einen neuen Styl ? Nur ein Beispiel :

Wen soll der überall plötzlich sprießende Vollbart nachäffen ? Den Salafisten oder Gartenzwerg ? Oder gar den arabisch aussehenden, glutäugigen, südländischen Lover ? Da es meistens dunkelhaarige Matratzen sind, kann es kaum Wikinger- und Nordic-Sailor-Styl sein ? Oder gar der Bart des Propheten ? Denn Mode ist stets Nachgeäfftes, Gefaktes und unreflektiert Übernommenes von grenzwertigen Vorbildern.

Dem Werbetrend und den von Werbung oktruierten Must-Haves unbedacht zu folgen, ist wie an Alzheimer zu erkranken. Man trifft jeden Tag neue Bekannte, da die Lemminge sich und ihr Imidsch ständig dem angesagten Trend anpassen. Was gestern noch gut rasiert und mit teutsch-ordentlichem Haarschnitt im Anzug bzw. Arbeistdress zur Arbeit ging… erscheint heute mit Salafisten-Teppich und Glatze zur täglichen Performance.

Anstatt bedeckender Kleidung trägt man heute auf nackter Haut –Jahreszeit und Wetter negierend – bestempelt und belocht, die Insignien marktgerechter Geschmacksverirrung. Der einzige Vorteil scheint somit zu sein dass, bei den grenzwertigen Bebilderungen, der Wiedererkennungswert steigt ? Das, zwar als solches verkauft, aber nur vermeintlich Individuelle wird jedoch bereits durch Nutzung des Tatoo-Kataloges ad absurdum geführt. Nur wenige haben doch wirkliche Einzelkunst am Body. Dafür aber viele : Mickey Mouse, Comic-Figuren, den üblichen Martial-Schrott oder sehr fragwürdige Ornamente – z.B. den sogenannten Tuntenbarock..

Manches, im jugendlichen Überschwang und Konsumblödheit bestochene, Pseudo-Imidsch wird im Leben als Erwachsener sodann zur berufsbehindernden Peinlichkeit. Also wird dieser offensichtliche Fehltritt versucht, mit grenzwertigsten Storys zu alibieren ? Ist nun eigentlich noch niemand dieser Zombies auf die Idee gekommen, dass man auch haltbares – aber auswechselbares – Bodypainting machen kann ? Wenn man denn unbedingt meint, seinen Körper mit was-auch-immer plakatieren zu müssen.

Das kann man wenigstens, genau wie die Meinung oder Gesinnung, bestens wechseln. Wo sich diese Leutchen eigentlich eher ungern festlegen, oder etwa eigenen Blickwinkel haben, wird Leben in Fan-Kultur als Fallower des Marketings erstrebt. Für jeden Stuss und Werbegag : seperate Flagge; bunter Schal, Tatoo oder Loch ?

Wie dumm, wenn man die Frau, den Beruf, den Club oder etwa sogar das Niveau wechselt. Ganz lustig…oder eklig… wird es oft, wenn man älter wird. Da sehen viele Körperverschandelungen so richtig Sch….. aus !

Egal…Hauptsache Masse !…… wie ich das hasse !

Es lebe die Dekadenz !

Was muss man tun,  um so zu mutieren ?

Wessen bedarf es nun,  dermaßen zu degenerieren ?

Im Strome mit zu fließen  zum konsumgeilen Leben ?

Versprochene Fakes genießen  im werbeaffinen Streben ?

Offensichtliches wegdrücken  um faktischen Zwängen

die Wahrheit zu entrücken  und Reales zu verdrängen ?

Werbesprüchen geistlos unterliegen,  Marketing den Alltag überlassen,

Blickwinkel lässt man sich verbiegen,  dahinoxydieren in blöden Massen.

Bildung oder Hirn  werden stets negiert..

Denkfalten der Stirn  mit Botox egalisiert.

Gerade soviel lesen können,  dass Werbung gut erkennbar ist.

Öfters sich mal etwas gönnen,   egal halt, welchen Billigmist.

Geschmack durch Trend und Styl ersetzt   weil man sonst kreativ sein muss.

Auf Shoppingmeilen wird gehetzt   bis kurz vor spätem Ladenschluss.

Man spürt nur in der Masse Glück   basiert auf Sozialneid und Gier.

Will nie zum Einzelnen zurück.  So wird zum Ochsen da der Stier.

Imidsch ist Fake, der Ruf gelogen.   Stets will man jemand anders sein.

Die Optik wird zurecht gebogen.   Drum heißt es ja: „Mehr Schein als sein.“

So lügt man sich die Taschen voll.   Das letzte Hemd garkeine hat.

Der Kluge fragt, was das nun soll ?   Der Rest ist geistig einfach platt.

Es lebe uns´re Dekadenz !   Gelobt sei Konsum, Macht und Gier !“

So singt die Tussi und der Stenz.   denn davon gibt es reichlich hier

 

H.H. ex DEMENTIA copyright by River & Sea Maritimj 2018

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Frei von Arbeit

Kannst du eigentlich immer nur meckern ?“ tönte es von einem rotgewandeten Männlein neben mir, als ich mich im Strassencafe´über die unnötige Lautstärke der dröhnenden Reden auf dem Platz mokierte. Ich drehte mich zu ihm hin : „Euch täte etwas mehr wirkliche Kritik auch gut.“ gab ich zurück : „Eure Selbstbeweihräucherung da draussen widert mich an. Abgesehen davon, dass mal wieder die tauben Soundverantwortlichen zu blöde sind, die örtlichen Gegebenheiten zu berücksichtigen. Das ist ein Altstadtplatz, wo jeder Furz dreimal hallt und auf den Gassen ein Echo erzeugt. Da muss man nicht die Lautstärke voll aufdrehen. Bei dem Inhalt dieser Büttenreden schon mal garnicht.“

Ein zweiter rotbemützer, sogenannter Arbeitervertreter kam hinzu : „Aber es ist doch wichtig. Und man muss wenigstens einmal im Jahr etwas laut sagen können.“ Ich grinste : „Gegen erhobene, emotional bedingte Rednerstimme, welche man bis in die hinteren Ränge eines Aufmarschstadions hört, wäre ja auch nichts zu sagen… Aber bei den paar versammelten Fahnenschwingern und Vereinsfunktionären und auf diesem Platz reicht Reglerstufe 2.“ Ich schaute in zweifelnde Gesichter und lief langsam warm : „Übrigens gibt es einerseits kaum noch Arbeiter hier. Wir sind ein Dienstleisterland. Unsere Stadt ist seit ..45 absolute Beamten- und Kasernenstadt. Und die haben die Arbeit auch nicht erfunden. Daher heißt das heute nicht mehr : „Ich gehe auf die Arbeit“, sondern man hat einen Job, ist beschäftigt, angestellt oder geht zum Dienst.“

Inzwischen waren es fünf gelb-rot Gewandete, die entrüstet um mich herumstanden. „Du langhaariger 68-er Freak hast doch nie gearbeitet und was ne Gewerkschaft ist, weißt du doch garnicht“ tönte ein fetter Glatzkopf. Na, da hatte er gerade den Richtigen angelabert. Also erwiderte ich :

Erstens habe ich schon gearbeitet, da hast du bereits deine ersten Tscheemalocher (Nichtstuer) -Pfunde angesetzt. Zweitens war ichseinerzeit in zwei Gewerkschaften aktiv. Drittens habt ihr fetten Vereinsfunktionäre uns Langhaarigen diverse Demos und Unterstützung im Arbeiterkampf zu verdanken. Viertens ist das da draussen weder Sozialkritik, noch nennt ihr Ross und Reiter. Das ist Selbstbeweihräucherung und sogenanntes Schulterklopfen von vermeintlich arbeitsnaher Vereinsmeierei. Wo sind denn eure Arbeiter ? Ich sehe hier nur vorwiegend fette Fahnenschwinger und biertrinkende Funktionäre. Der Büttenredner begrüßt anwesende Polit- und Clubprominenz, als ob er auf einer Karnevalssitzung wäre. Und nichts anderes ist dieses Alibi-Event.“

Damit ging ich von dannen und wanderte durch die Strassen der Stadt die, obwohl heute Feiertag war, leer waren. Dabei fiel mir ein : Apropo Feier… gestern abend war doch Walpurgisnacht und Tanz in den Mai ! Also Damenschwoof und Kampfemanzen-Disco. Wer also nicht mit runden Füßen und dickem Kopp in der Poofe lag, hat sich wohl einen 4-Tage-Kurzurlaub gegönnt und ist dem Sozi-Gedröhne entwichen. Wandervögel und Frischluftfanatiker sollen gesichtet worden sein, als sie im Bus raus in die Natur fuhren…zum wandern ? Oder war das nur eine Heizdecken-Verdrücker-Tour ? Jedenfalls in der Stadt und auf der Flussuferpromenade war wenig los. Auf der Funktionärsdemo und beim Arbeiter-Meeting waren sie wohl nicht; und gearbeitet haben sie am Tag der Arbeit mit Sicherheit nicht.

Ich plädiere somit für eine Umbenennung in : „Dienstleister-Dienstag“ (haben wir ja heute) oder „After-Walpurgis-Witchday“ ( hab heute bereits diverse Hexen gesehen) oder „Wandertag für nichtarbeitende Sozialleistungsempfänger, die nicht gewerkschaftlich organisisert sind“. Da wir ja kein Arbeiter- und Bauernstaat mehr sind; die sogenannte Sozialistenpartei als mitregierende Einheitspartei die große Kopulation vollzieht; und Gewerkschaften bei uns eher der teutonischen Vereinsmeierei dienen, ist ein „Tag der Arbeit“ obsolet. Es sei denn, man hält es damit – wie bei all den anderen Erinnerungstagen – indem man nach aussterbenden, schützenswerten und erhaltenswerten Dingen solchen Ehrentag benennt.

Arbeit – zumindest die, bei der man sich die Hände eventuell schmutzig macht, stirbt aus. Sie wird vorwiegend durch Maschinen erledigt, oder von zugewanderten Billiglohnkräften mit Migrationshintergrund. Die sind auch nicht in der Gewerkschaft. Wie denn auch, wenn sie nicht einmal den Anmeldebogen für die Mitgliedschaft ausfüllen können ? Laut heutiger Pressemitteilung sind ca. 50% der Teilnahme am Deutschkurs gepfiffen. Von denjenigen, welche erst garnicht an solchen Maßnahmen teilnehmen, ganz zu schweigen. Und unser hoffnungsvoller teutonischer Nachwuchs kann – laut medialen Veröffentlichungen – in der 4.Klasse auch nicht richtig schreiben und lesen.

Falls man also unter „Arbeit“ zukünftig nur Knöpfchendrücken und Schmatzfonestreicheln versteht, hat das auch nichts mit „dreckig machen oder schwitzen“ zu tun. Vielleicht wäre es dann für die sogenannten Arbeitervertreter angeraten, sich einmal um die Bildung ihrer Kollegen und Kinder zu kümmern ? Von dieser Zukunftsprämisse hab ich heute nichts gehört. Nur Gedröhne und Geschwalle im Interesse von Funktionären.

Hauptsache alle hatten frei.

H.H. ex Dementia copyright by River & Sea Maritim 2018

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Zivilisationskrank

Morbida – die Kasse deines Vertrauens ?

Es reicht noch nicht, dass die digitale Demenz die eventuell vorhandene geistige Gesundheit der Lemminge ausbremst. Mitnichten ! Da muss auch die Krankenkasse mit fragwürdigem Magazin die eventuell noch vernünftigen Verbraucher mit Konsumbefürwortung und Verbrauchertipps nerven. Mittlerweile sind diese grenzwertigen Mitgiedsinformationen nur etwa zu 50% mit medizinischen Texten alibiert. Der Rest ist blanke Werbung und Konsumanmache. Vom Reisemarketing bis hin zu heftiger Reklame für fragwürdige pseudo-medizinischen Utensilien. Wer immer noch denkt, dass die Krankenkassen die Interessenvertretung der zahlenden Mitglieder sind, der sollte dringend den Therapeuten seines Vertrauens kontaktieren. Das sowieso fragwürdige Gesundheitssystem ist schon länger zur Geldmaschine für die Pharmaindustrie mutiert und generiert auch so manch netten Umsatz von Klinikzentren. Und dann noch solch ein Magazin ?

Da dies bereits Thema anderer Artikel war und ist, hier nun lediglich die fragwürdige Veröffentlichung jenes „Magazins für Versicherte“. Ich versichere Ihnen, blöder geht’s kaum ! Man liest dort erstaunt Texte, die es in sich haben. Vor allem, was Gesundheit ( auch die geistige) und sogenannte Lebensqualität anbetrifft. Es lebe die Konsumkasse ! Denn diese beschwert sich über ein System, welches von den „neuen“ alten Politnasen nun umgemodelt werden soll :

* „morbiditätsorientierter Risikostrukturausgleich“

Hähhh ? Watt is dat denn ? Aha, wie stets im medizinischen oder politischen Bereich nimmt man Begriffe, die nur der Insider versteht. Je nebulöser, um so besser. denn der Bürger muss ja nicht alles verstehen. Dieser Ausgleich soll den Patienten die Versorgung und den Kassen ausreichende Zuweisung aus den generierten Pfründen garantieren ? Nun bin ich da, was die Aufklärung der Patienten anbetrifft, gerne behilflich. Was ist wohl damit gemeint ?

* morbide : körperlich = nicht widerstandsföhig, kränklich, angekränkelt. geistig = innerer, sittlicher, moralischer Zustand im Verfall begriffen, brüchig

Dass die Kassenkundschaft ersteres ist, dürfte klar sein. Dass sie Kassen zweiteres sind, scheint ebenfalls zutreffend zu sein. Nun wird aber nicht das Risiko des Patienten in den Fokus genommen, sondern jenes der Kassen, falls sie ein Mitglied (von mir aus auch „ohne“… vonwegen genderkorrekt) haben, dass richtig krank ist und dessen Behandlung somit Geld kostet. Es ist nun bekannt, dass Teutonia diverse Probleme mit seiner Infrastruktur hat (Brücken, Strassen, Schulen) und mit dem Länder-Finanzausgleich. Warum also nicht auch mit der Risikostruktur notleidender Krankenkassen ? Zum einen – Nomen est Omen – kassieren sie von Kranken und zum anderen sind es Versicherungen. Was, laut mancher Behauptung im Volk, kriminelle Vereinigungen sein sollen. Womit wir wieder bei „morbide“ wären. Das zum Editorial des Magazins. Nun zu den Meldungen dort :

* 25 Millionen in Deutschland zeigen besonderes Interesse an gesunder Ernährung und Lebensweise !

Was sich die Krankenkasse als Erfolg ans Rever heften möchte ? Haaalloooo ! Deutschland hat 82,5 Millionen Einwohner ! Das wären nur ca. 30%, also ein Drittel, die Interesse an ihrer Gesundheit haben ? Ja, wo sammer denn ? Also muss die Kasse da gegensteuern :

* Für alle, die gerne gesund und schmackhaft essen möchten, aber nicht so richtig wissen, wie das funktioniert, bietet der Kassen-Teledoktor einen uqalifizierten Service !

Wie wäre es mit Bildung, geistigem Training oder Psychotherapie, damit die Dumpfbacken – trotzt hunderten von TV-Kochsendungen – wissen, wie man sich vernünftig ernährt ? Das mit dem Geschmack wie üblich : „Geschmäcker sind verschieden…. man sollte aber wenigstens einen haben !“ Mich wundert, dass dies Schundblatt nicht Werbung für veganes Fast-Food macht ? Und weiter geht’s mit wichtigen Health-News :

*Auf zum Women´s Run ! Der „Kasse“ Womens Run ist Deutschlands größte Frauenlaufserie.

Ja, wo laufen sie denn ? Ich dachte Frauen machen nur einen Run bei Schlussverkäufen oder Billigmarkt-Eröffnungen ?

* Unter dem diesjährigen Motto „Glitzerflitzer“ genießen…Teilnehmerinnen in ganz Deutschland einen perfekten Tag. Zusätzlich zum Lauf wird der Tag vom Women`s Village, vom Women`s Day Spa und Warm-Up-Shows geprägt und bietet somit einen rundum netten Tag mit besten Freundinnen.

Mehr Klischee geht garnicht ! Die Kasse bezeigt sich modern indem sie Anglizismen und Werbebegriffe hypt ? Abgesehen vom Sponsering des „ganz nebenbei“ erwähnten „Villages + Spa-Bereichs“ fehlt da eigentlich nur noch der Hinweis zur nächsten Shoppingmeile mit : „Wir kaufen nicht ein, wir shoppen uns glücklich !“ Denn offensichtlich geht bei den flitzenden Hühnern ohne Glitzer garnichts ? Das tut richtig weh. Und noch weitere wichtige Information für Gesundheits-Fanatiker :

* Am 31.Mai ist Weltnichtrauchertag ! Ein ideales Startdatum für alle, die dem blauen Dunst abschwören wollen. Die Krankenkasse hilft mit dem Online-Kurs SQIN (Smoke-Quit-Win).

Apropo „blauer Dunst“. Selbigen macht man seinen Mitglieder hier aber vor ? Was bitteschön wird denn im Online-Kurs den digidementen Qualmsocken gezeigt ? Wie man den Schmerch ausdrückt ? Oder werden da nette Aufnahmen (Selfies ?) von offenen Raucherbeinen etc. gezeigt ? Falls das zuviel Stress macht, man aber ausserdem noch Probleme beim ablegen hat. Die Kasse hilft :

* Einschlafen mit Alexa : Meeresrauschen, sanfte Musik oder Traumreisen. Mit dem sprachgesteuerten Programm „Schlafenszeit“ hat die Kasse eine Audio-App für „Echo“ entwickelt. Der Skill soll Stress und Ruhelosigkeit mindern bzw. beim Einschlafen durch Zuruf helfen.

Was, wie, wo ? Wie bitteschön hört man denn Traumreisen ? Wenn ich doch ständig rumlabere, damit Alexa mir endlich die Schäfchen zählt, bin ich doch wach ? Damit nicht genug Werbung für Elektronik. Da muss noch etwas Marketing für die Elektroindustrie her :

* Für die Intensität der Sonnenstrahlung und notwendigen Sonnenschutz zeigen Smartphone-Wetter-Apps die tagesaktuellen …….

Da reicht nicht die heftige Sonnenölwerbung ? Oder vielleicht etwas Erziehung bzw. Bildung, damit man einerseits bemerkt : „Aha, es scheint die Sonne !“ und andererseits : „Es könnte etwas heiß auf der Haut werden.“ Da aber laut Meinung der Krankenkasse die Lemminge sowieso blinde Maulwürfe, teilweise un-(oder unter-)beleuchtet und zuwenig wach sind, wird den bildungsresistenten Lichtscheuen noch erklärt :

* Licht steuert die innere Uhr . Die biologische Uhr tickt seit der Evolution in jeder Körperzelle und produziert beim Menschen gewissermaßen einen Innentag von 24 Stunden…

Ach nee ? Wann genau ist denn der Beginn der Evolution datiert ? Anno Tobac ? Und kann man das Ticken auch hören ? Ist das etwa jenes Geräusch im Ohr, der berühmte Tinitus ? Was ist denn dann ein Aussentag ? Wieviel Stunden hat der denn ?

* Deshalb wird dieses innere Zeitsystem auch circadiane Uhr genannt. (lat. circa = ungefähr, dies = Tag). Helligkeit = wach und aktiv werden, Dunkelheit = Ruhe und Schlafbedürfnis. Der Wechsel von Licht und Dunkel teilt somit alle Funktionen des Körpers in Aktivitäts- und Ruhephasen ein…

Also heißt die doch nich Alexa, sondern „Diane“! Da sich aber im Dunkeln gut munkeln lässt und diverse Leutchen extrem nachtaktiv sind, kann man das so in moderner Zivilisation nicht mehr sagen. Überhaupt ist durch die immense Licht- und Reizüberflutung in den Städten nix mehr mit evolutionär bedingten Innentagen. Also gibt die Kassen noch für Reisende die Empfehlung :

* Am Zielort sich der dort herrschenden Tageszeit anpassen. Es ist ratsam, wach und aktiv zu bleiben und erst zu schlafen, wenn es dunkel wird…

Diana“ ähhh „Alexa“ mach ma Licht an…ich kann nich schlafen…. “ So, falls sie nun der irrigen Meinung sind, mit etwas Bildung könne dem ganzen Blödsinn abgeholfen werden, so ist da ihre Krankenkasse anderer Meinung :

* Immer mehr junge Erwachsene (18 – 25 Jahre) leiden an psychischen Störungen. Vor allem Studierende erkranken in zunehmendem Alter an Depressionen.

Das ist eigentlich nichts Neues ? Bei all den Zivilisationskrankheiten und den Ungereimtheiten der modernen Konsumwelt kann der denkende Mensch schon mal am Rädchen drehen. Was zugleich bedeutet (siehe Text zuvor) dass Studierende nicht richtig innen ticken ? Das wird von der Kasse nun ärztlich untermauert :

* Psychische Störungen bei Erwachsenen zwischen 18 – 25 Jahren steigen von 2005 bis 2016 um 38%. Dabei waren 76 % Depressionen. In Deutschland haben ca. 1,9 Millionen psychische Diagnosen. Bei den Studierenden mit 18 Jahren haben 1,4 % erstmals Depressionen, mit 28 Jahren sind es schon 3,9%. Bei den Erwachsenen ohne Studium sind es 3,2 % mit 18 Jahren und 10 Jahre später nur 2,5%. Inzwischen leidet jeder sechste Studierende an psychischen Erkrankungen.

Die Studie könnte von der Handwerkskammer gesponsert sein ? Wer studiert, läuft neben der Kapp ! Wer aber nun denkt (Vorsicht – macht krank !) dass man auf die Idee kommt, dass es an gesellschaftlichen Bedingungen, oder gar grundsätzlich an der Zivilisation mit all ihren Irritationen liegt, der ist nicht uptodate. Alternativen oder gar ein Ausstieg werden nicht angedacht oder andere eventuell simplen Lebensrichtungen erwägt. Mitnichten. Die an Krankheiten verdienen haben keinerlei Interesse daran. Deswegen empfiehlt auch die Kasse ihres Vertrauens :

* Aus Sicht der Kasse sind daher niedrigschwellige Angebote gefragt… Online-Angebote sind da eine nützliche und wirksame Alternative, weil sie anonym sind und den Nutzergewohnheiten der Smartfone-Generation entgegenkommt.

Noch niedrigere Schwelle, als der Geistesdrempel, der hier zu bemerken ist, geht garnicht ! Als Gegenmittel zur geistigen Krankheit noch mehr geistigen Dünnpfiff zu empfehlen…das hat schon was…. Ein Meilenstein in der Prävention : Die Krankenkassen- Psycho-APP ! Wir verlosen eine rote Couch. Gewinner erhält zusätzlich einen Gutschein für 5 Sitzungen (liegt man nicht auf dieser speziellen Couch ?) mit unserem eCoach. Aber immer, wenn du denkst, es geht nicht schlimmer…

* Prävention pur. Im Zug durch die Drogenhölle – Die Kasse tourt im Oktober mit einem 165 mtr langen, umgebauten Zug durch Mittelfranken, um Kinder und Jugendliche vor Drogenmussbrauch zu warnen. Dabei können sie hautnah die (wahre) Geschichte von Marcel miterleben, der an seiner Sucht gestorben ist…

Nee, nich wirklich….? Was bitteschön will man den Kiddys im Zug denn hautnah vermitteln ? Wie man den Arm abbindet oder Spritzen setzt ? Und was hat das mit einem Zug zu tun ? Da kennt man doch eher die Szene am Bahnhof ? Wieso kann man, falls es um Bildmaterial geht, das nicht in der Schule vermitteln ? Muss es immer werbemäßige Action sein ? Merken die Dumpfbacken der Kasse eigentlich nicht, dass gerade dieser vermeintlich moderne, auf jugendlich getrimmte Palaver, die psychischen Störungen mit verursacht ? Das gerade Konsumterror und Verlogenheit moderner Wohlstandsgesellschaft Drogenabhängige produziert ?

Aber seitenlange Werbung für Wellness- und Fitnessgeräte, Reisen und andere Konsumgelegenheiten im Mitglieder-Magazin…. das soll gesund machen ? Nee, wohl eher nur die Kasse bzw. deren Kassenstand. Vielleicht sollte man den medialen Tastendrückern der Redaktion einmal die innere Uhr auf 5 vor 12 stellen ? Man scheint dortselbst anscheinend der Meinung zu sein, man müsse der Apothekenrundschau Konkurrenz machen, indem man anderes Marketing-Areal abgrast ? Eigentlich sollte man die Mitgliedsbeiträge zumindest um den Papierwert des Blättchens kürzen. Denn geistigen Wert hat das Machwerk keinen.

H.H. ex DEMENTIA copyright by River & Sea Maritim 2018

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Dead or alive

Weil schon wieder zuviel gedröhnt wird und Medien nebst Politik mit dem Tod von anderen ihre geistigen Lücken füllen …… sei gesagt :

„tot oder lebendig“

so lautete die Bedingung für Ergreifung mancher Krimineller. Zumindest in USA kennt man diese Möglichkeit zur Minimierung der Knastvolumina. Weshalb dort sicherheitshalber schon mal erst geschossen und dann gefragt wird. In Teutonia wurde das abgeschafft. Hat wohl damit zu tun dass, ähnlich wie bei manch anderen Exportartikeln, es besser ist wenn die Waffen woanders gebraucht werden, als im eigenen Konsumbereich. Daher hat wohl auch der Umgang mit dem Tod als solchen hierzulande etwas merkwürdige Züge angenommen. Ich habe schon früher über bigotte  Beileidsbekundungen und öffentliches Gelaber zu Verstorbenen geschrieben. Aber immer, wenn du meinst, es geht nicht blöder…..

Und schon wieder hört man in den Medien und offiziellen Absonderungen die statements zu : Töten durch Giftgas (die in England leben doch ?), viele Kriegstote hier und manche Gestorbenen dort usw… Man benutzt tatsächlich, im Zusammenhang mit Krieg, die  Formulierung : „gegen Regeln verstoßen“? Krieg kennt keine Regeln und hat den Sinn, andere zu töten. Waffen sind keine Landmaschinen und wurden zum töten produziert ! Man beschönigt seinen eigene Export von Waffen mit Friedenserhaltung oder gar : „Wenn wir es nicht machen, macht es ein anderer.“ Das alles ist ja dermaßen bigott, heuchlerisch, verlogen und inakzeptabel, dass es meine Intelligenz beleidigt. Ich kann und will dieses ganze Spießbürgergelaber, verlogene Politgedröhne und mediale Selbstbeweihräucherung so nicht mehr hören oder lesen !

Ich kann jedoch nicht umhin, bei diversen Meldungen in den Medien mir Gedanken zu machen. Wie folgende zum Tode sui ipso :

* „Der Tod ist ein finales Erlebnis“

Religiöser Suizid ist keine Frühbuchung für einen guten Platz auf der Wolke 17. Denn spätestens, wenn man bemerkt, dass diese Wolke schon seit Jahrhunderten besetzt ist, erkennt man, diverse Abzocker haben die Plätze doppelt und dreifach verscherbelt. Was erkennen lässt : „Auch klerikales Marketing ist nicht mehr das, was es früher mal war.“

* Gegen den Tod hilft auch keine Lebensversicherung, denn er ist ein bleibender Schaden.

Es gibt keine Versicherung oder Abo auf den Himmel. Selbst wenn klerikale Vertreter einem das so verkaufen wollen. Einerseits hapert es mit Beurteilungen oder like`s von droben im Web und andererseits wären diese auch klerikal manipuliert. Bislang ist es auch noch keiner Real-Docu der TV-Abflusskanäle gelungen, eines ihrer gefakten Formate aus dem Leben nach dem Tode zu senden. Auch wenn GnTM sich heftigst bemüht, stolpernden Kleiderstangen als verhungerte Engel zu propagieren. Der Tod hat zwar eine Knochengestalt, ist aber traditionell ein Mann.

* wer früher den Abgang macht, ist eher im Jenseits

Rechtzeitig sterben schafft eventuell gesicherten Platz in der Ewigkeit. Denn bei den momentan agierenden Psychopathen könnte es sein, dass man sich am Ende anstellen muss. Aber, wie im Discounter, sind auch im Himmel – entgegen mancher islamischen Behauptung –  nicht 72 Eintrittkassen mit Jungfrauen (*1) besetzt. Denn wer da Eintrittskarten abreißt, ist nicht mehr jung und es sind auch nie alle Kassen besetzt. Das dezente Schild : „Kasse geschlossen. Bitte den Gang nebenan benutzen !“ oder auch : „Schnellkasse. Nur für Barzahler mit wenigen Artikeln !“ ist nichts anderes, als der katholische Wegweiser zum Fegefeuer (*2).

*1) Mir muss jetzt mal jemand erklären, was das mit den vermeintlichen Jungfrauen auf sich hat. Soll das etwa bedeuten, dass der islamische Suizidfinalist vor Geilheit hechelnd auf Wolke 28 droben auftaucht, um dort die versprochenen Jungfrauen zu erblicken ? Und gibt es denn für jeden einzelnen Bombenerfolg nun abgezählte 72 Jungfrauen ? Wo holen die denn so viele her ? Doch nicht aus dem katholischen Fegefeuer, wo sie als vormalige Sünderin wieder rein gebrannt werden bzw. ein Jungfrauenhäutchen anoperiert bekommen ?

Was ist das für ein Wunschdenken ? Man hat nix anderes im Kopp, als nach dem Tode ca. 72 Engel zu entjungfern ? Denn das wären letztendlich (kleiner Wortgag) die jungfäulichen Weiber im Himmel ? Irgendwie hat das doch die Anmutung eines himmlischen Bordells ? Abgesehen davon, dass der suizidäre Hammel erst man nachweisen muss, dass er überhaupt leistungsmäßig in der Lage ist, dem 72 mal nachzukommen. Na gut, manche sind der Meinung: „Man hat ja eine Ewigkeit Zeit.“  Im Übrigen gilt laut meiner Info aus islamischen Veröffentlichungen, dass man nur am Stück, also im Ganzen, dort oben antreten darf.

Was verständlich ist. Schließlich benötigt man da droben schon genug Personal, um Jungfrauenscharen  zu generieren. Da kann man nun nicht noch Schniedelwutz-Ersatzteillager vorhalten, denn Dildos sind da verpönt. Zum Begriff „Huri“ oder einer Auslegung, was genau dies bedeutet, wurde schon genügend im Netz gesagt. Nichts-desto-trotz vermutet heute noch mancher Dopetouri in Amsterdam, dass die teutsche Bezeichnung für die Damen des horizontalen Gewerbes wohl aus dem Holländischen „te huur =zu verkaufen“ kommt. Wenn schon, dann neige ich als Sailor dazu, das nahe bei dem traditionellen Begriff „Heuer“ anzusiedeln.

* 2) Wer bitteschön fegt nun da was in oder aus dem Feuer ? Ist das wie beim töpfern ? Vorher rauh und schrundig…anschließend mit Hochglanz beschichtet  bzw. glasiert ? Zumindest bei vielen modernen Tussen wäre das unnötige Mehrarbeit, da dort bereits botoxiert und geglättet wurde. Wenn doch im Fegefeuer schon gegrillt, geheizt oder gebrannt wird, was bitte soll einen denn in der tiefsten Hölle da noch jucken ? Oder ist es lediglich die Dauer ? Im Fegefeuer gibt es nur Abo bzw. klerikale Buchung, in der Hölle jedoch die Ewigkeit. Abgesehen davon, dass solches die  Konsumfallowerinnen sowieso nicht stört, da sie vom Dauerliegen in Sonne bzw. Studio das Grillen gewohnt sind. Irgendwie stellen jene bildhaften Ansagen der religiösen Märchenerzähler manchmal sogar Comics oder Dumpfbacken-TV-Formate in den Schatten.

* Tod ist anhaltende Enthaltsamkeit

Apropo Schatten …neee nich die 50 grauen, welche teutonische Brünstige kaum zum Suizid bewegen können. Obwohl einem da gelegentlich auch das Grauen ankommt…. Mitnichten. Gemeint ist der Schatten des Todes, der jedes Lebenslicht verdunkelt bzw. es ganz finalisiert. Da lob ich mir doch den Tod in Terry Pratchet`s Büchern. Dieser ist wenigstens noch neugierig auf das Leben. Im Gegenteil zu manchen Dumpfbacken und Strunzern, welche wohl meinen, schon alles gesehen oder erlebt zu haben.

Moderne Pharma- und Chemie-Konzerne sind bemüht, konsumgeile Lemminge als Langzeitkunden zu erhalten. Sie sollten jedoch gesteigertes Interesse darauf legen, die Beipackzettel vernünftig zu übersetzen oder den Wahrheitsgehalt ihrer Werbung zu verbessern. Denn die massive Blödheit konsumgeiler Marketingopfer ist nicht  nur gefährlich, sondern lebensverkürzend. Wie sagt schon seine Merkwürden, der Totengräber  :

* sterben ist eine lebensgefährliche Betätigung

Übrigens vernimmt man aus gut informierter Quelle gerüchteweise, dass in westlicher Zivilisation die am weitesten verbreitete Todesart der „Hirntod“ ist. Was, basierend auf dem „Wiedererkennungseffekt“ nun erklärlich macht, weshalb die teutonischen Couchsitzenden so gerne „Walking Dead“ und andere Zombie-Movies sehen. In dieser geistigen Leere scheint der Tod eine Trenderscheinung zu sein ? Was manche unserer obersten Zerwalter und klerikal Fakenden (immer schön genderkorrekt) nicht daran hindert, vom „Leben nach dem Tode“ zu faseln ? Solches wird ja von denen propagiert, die das Leben in vollen Zügen genießen; den Lemmingen aber lediglich die reine Existenz gestatten bzw. diese Oxydation als „das wahre Leben“ verkaufen. Gelebt wird nach dem Ableben ?

Sorry, aber da halt ich es mehr mit dem „alive“. Wer anderer Ansicht ist, dem wünsche ich einen netten Tod und weiterhin „angenehme Verwesung“.

 

H.H.. ex  DEMENTIA                copyright by River & Sea Maritim 2018
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Dicke Ostereier und…

l

Effektenbildung oder effektive Bildung ?

Ich denke unsere obersten Zerwalter meinen Ersteres. Jedoch dazu später noch mehr. Schließlich geht es hier doch um Sinn der gebrochenen bzw. verbrochenen Sprache ? Zuerst sei klargestellt, das effektive Bildung, also Bildung die wirkt und eine gebildete Masse erzeugte, nicht wirklich erwünscht ist. Denn ein gebildetes Volk (bei uns nur eingebildet…vonwegen Weltmeister in allem..) denkt vielleicht mit und hinterfragt. Wie war das mit Land der Dichter und Denker ? Lange nicht mehr so gelacht. Es ist ein alter Hut bei allen Regierenden, dass man ein dummes Volk besser manipulieren, also regieren kann. Somit hält man sich lediglich ein Bildungsbürgertum. Schließlich muss man ja irgendwoher die Manager, Abteilungsleiter und oberen Chargen rekrutieren. Weshalb diese natürlich i.d.R. als Steigbügelhalter fungieren. Ganz auffällig ist das in Behörden und Ministerien. Ohne Beamten-Bashing betreiben zu wollen muss man konstatieren :

Auch wenn in manchen Behörden und Ministerien sogenannte Akademiker sitzen, oder Politschranzen mit fragwürdigen Doktortiteln, so fragt man sich doch gelegentlich, wer lässt denn da „wo und wie“ denken ?

Offensichtlich hat bei einigen in der oberen Gehaltsetage die genossene Bildung nur den Zweck gehabt, ein Bewerbungsschreiben zu formulieren und den gut bezahlten Job zu ergattern. Ab der ersten Beförderung wurde das Hirn in der Ablage vergessen. Übrigens überlebt laut Darwin derjenige gut, welcher sich seiner Umgebung am perfektesten angepasst hat. Insofern mag es weiter nicht verwunderlich erscheinen, dass in manchen Büros jene Spezies der Schreibtischstuhlwärmer wie eine Art Myzel vor sich hin oxydieren und eher wenig ums überleben kämpfen muss. Beförderungen werden auf Zeit ersessen und eigenständige Denkarbeit ist nicht gern gesehen. Da es ansonsten auffallen würde, wenn der Vorgesetzte (oder vorsitzende Vorsteher ?) von jahrelang erarbeiteter Denkresistenz befallen ist.

Im Falle der heute oftmals angewandten Computertechnik dürfen daher nur die programmierten Kästchen in Formularen und Anträgen abgehakt werden. Eine selbstständige Umschreibung oder gar Variation ist nicht vorgesehen und wird mit dem Satz : „Das macht er bzw. das System nicht“ abgewürgt. Also existiert das, was als abzuhakende Formulierung vom Programmierer nicht eingearbeitet wurde, auch nicht im realen Leben ?

Was andererseits wieder ein entsprechendes Licht auf die verwertete Bildung des Programmierwurms und dessen Leben zwischen Akten, Zahlen und Paragraphen wirft. Und noch vielmehr auf die jener Figuren, welche dann am Dischbläh die Häkchen machen sollen und welche ihre sogenannte Fachkompetenz aus wenigen Weekend-Schulungen beziehen.

Man sagt allgemein dass man in der Privatwirtschaft, also dem Bussines, nur erfolgreich ist, wenn man die richtigen Dinge zur richtigen Zeit tut. Sollte dies von Erfolg gekrönt sein, nennt man das auch „Effektivität“. In Behörden und Ministerien hat das eine anderen Effekt. Da geht es mehr um Effekten…. Und es zählen nicht die Tatkräftigen oder Macher/innen, sondern die Unterlassenden. Wir haben in unserer Wohlstands- und Warmduschergesellschaft eine Kultur der Unterlassung geschaffen.

Unterlassen Sie das !“ So tönte es durch die Amtsgänge, falls ein von Arbeitswut Befallener sich verstaubter Akten bemächtigt und das „Liegengebliebene“ etwa aufarbeiten will. Eine ganze Gruppe von rabulistischen Rechtsverdrehern lebt prächtig von Unterlassungsklagen. Vor allem, wenn doch versehentlich jemand etwas öffentlich klarstellt, oder Tatsachen benennt, die dem Image eines Politikers, Promis oder Managers schaden könnten. Dass jenes „Unterlassen“ auch ein „Überlassen“ bedeutet, hat ebenfalls Tradition. Man überlässt dem Anderen die Arbeit, indem man selbst die angebrachte Tätigkeit unterlässt. Ich kann es aber nicht unterlassen nun die Begrifflichkeiten, welche im Titel verborgen sind, näher zu betrachten. Als da wären :

* Effekt (lat. effectus = „Wirkung, Erfolg“, oder efficere „hervorrufen, bewirken“ von: facere = „machen“)

Also auf jeden Fall : „Machen, nicht labern !“ Obwohl die meisten politischen „Macher“ eher die Laberer, denn die wirklich Tätigen sind. Von Werktätigen (wir haben heute keine Arbeiter mehr, sondern nur Dienstleister) ganz zu schweigen. Das überlässt man den Managern im Bussines. Es gibt unterschiedliche Auslegungen für den Begriff, wie z.B:

* durch eine bestimmte Ursache hervorgerufene Wirkung, siehe auch Kausalität

Um dies zu erkennen bzw. zu beurteilen, könnte etwas Bildung wohl nicht schaden ? Die blöde Masse lässt sich das lieber von den Medien erklären.

* wissenschaftlich steht die Bezeichnung für kausale Wirkung oder Phänomen.

Sollte man nicht wissenschaftlich beleckt sein, hält man eben alles Unerklärliche (und das ist bei Lemmingen viel) für ein Phänomen. Insofern hört man so oft „wonderfull“ und „phänomenal“ , wie bei dem Folgenden :

* hörbare Wirkung in der Akustik, z.B bei Effektgeräten in der Musik

Irgendwann in den 60ern hat man begonnen, jeden Song mit Hall zu hinterlegen. Später kamen merkwürdige Tonverfremdungen hinzu, bis zum heutigen Stimmfake. Viele der „Jahrmarktsbläschen“ (Bezeichnung, welche meine musikgeschulte Oma für Schlagersängerinnen hatte) oder Castinggrößen klingen life – also ohne Mikro und Effektegeräte – wie Hunde, denn man auf den Schwanz getreten hat. Ähnliches passiert bei TV oder :

* Techniken und Spezialeffekt, die visuelle Erscheinungen in Theater oder Film erzeugen.

Das kann Stimmungsunterstützendes, aber auch Täuschendes sein. Was oftmals bei den Dumpfbacken dazu führt, dass sie das Filmgeschehen für „real life“ halten. Besonders beliebt ist :

* pyrotechnischer Effekt, Feuerwerkstechnik zur Darstellung von Explosionen.

Manche TV-Serien leben nicht von darstellerischer Kunst oder tollem Drehbuch. Mitnichten ! Hauptsache : „Knall, Bumm, Päng“. Je mehr Schrott und Zerstörung produziert wird, um so beliebter ist das Machwerk bei den Dumpfbacken. Das hat auch viel zu tun mit :

* Effekthascherei – abwertend für oberflächlichen Eindruck oder Erfolg benutzt, der nur Imponierverhalten ist.

Ganz beliebt bei sogenannten Promis und den Lemmingen, die selbige nachahmen. Gerade die Damen tun sich da effektvoll hervor. Und nun noch der Begriff, um den es öfter unseren Zerwaltern, Politikern und den Verantwortlichen unserer Gesellschaft eigentlich geht :

* Effekten – primärer Sammelbegriff im Bank- und Börsenwesen für am Kapitalmarkt handelbare und fungible Wertpapiere.

Das hat natürlich den Effekt, dass trotz diverser Finanzkrisen und Bankrettungen weiter gezockt wird, was die Spareinlagen hergeben. Mir fiel da nur jener Begriff auf :

* Fungibilität ( lat. fungi= „verwalten, vollbringen“) ist die Eigenschaft, leicht austauschbar zu sein.Wenn sich kein über materielle Wertigkeit hinausgehender Wert erkennen lässt und es gleichwertig ersetzbar wäre.

Na super ! Wenn sich das nicht auf einige der behördlichen Aktenschieber und Zerwalter bezieht ? Ausserdem steht es in unmittelbarer Nähe mit zuvor benanntem Myzel (von Funghi = Pilze); jenem Pöstchen bewahren, auch „fungieren“ benannt :„Er fungiert als…“. Manchmal sogar nahe bei „funktionieren“; wobei dies auch vom Vorgesetzten definiert wird und eher selten von der Effektivität.

Seinerzeit wurde mit „Effekten“ allgemein beweglicher Besitz bezeichnet; synonym für bewegliche Sachen, Reisegepäck oder Kleidungsstücke. Auch heute ist dies in Haftanstalten und Kliniken (u.a. psychiatrischen) noch gebräuchlich, wenn den dort einsitzenden Inhaftierten oder Patienten Wertgegenstände abgenommen und in Effektenumschlägen verwahrt werden. Apropo Insassen von Haftanstalten…. Da wäre noch, im Zusammenhang mit Effekten, eine spezielle Art von Bildung :

* Bildung krimineller VereinigungenStrafgesetzbuch (StGB) § 129   –  (2) Eine Vereinigung ist ein auf längere Dauer angelegter, von einer Rollenfestlegung der Mitglieder, Kontinuität der Mitgliedschaft und Ausprägung der Struktur unabhängiger organisierter Zusammenschluss von mehr als zwei Personen zur Verfolgung eines übergeordneten gemeinsamen Interesses.

Abgesehen davon, dass der Volksmund Versicherungen und Banken zu solchen kriminellen Vereinigungen zählt, könnte bei obiger Definition auch so manche Behörde gemeint sein. Vor allem, wenn als „übergeordnetes gemeinsames Interesse“ das Pecuniare gilt und Korruption zum Kavaliersdelikt beschönigt wird. Da diverse Behörden mittlerweile die Zahl ihrer ursprünglich, von Steuergeldern ausgebildeten, fachkundigen Mitarbeiter reduziert und durch kostengünstige Billigkräfte ersetzt hat, wurden sowohl Rollenfestlegung als auch Struktur obsolet.

* (5) …Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter zu den Rädelsführern oder Hintermännern der Vereinigung gehört.

Jouw, dachte ich auch immer. Aber wie man die Warmduscher- und Amigo-Justitia (die bekanntlich auf beiden Augen blind ist) bei uns betrachtet, so ist die Bildung einer Interessengemeinschaft mit gewissen Sozietäten effektvoll. Vor allem bei folgender Definition :

* (6) Das Gericht kann bei Beteiligten, deren Schuld gering und deren Mitwirkung von untergeordneter Bedeutung ist, von einer Bestrafung nach den Absätzen 1 und 4 absehen.

Natürlich kennt man u.a. aus der Politik : „Ich habe nichts davon gewusst !“, was für mich denselben Effekt vor Gericht hat, wie : „Herr Richter, ich hatte eine schwere Jugend…“ Apropo Jugend… da sieht es wohl nicht so effektiv aus mit der Bildung. Wir hatten schon öfters mit dem Thema zu tun, aber geändert hat sich wohl kaum etwas ? Und das hat jetzt aber garnichts mit Effekthascherei zu tun :

* 264 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit gehen nicht zur Schule.

Laut aktuellem Weltbildungsbericht der UNESCO erhalten 264 Millionen Kinder zwischen 6 und 17 Jahren weltweit keine Schulbildung. Abschlussraten derer mit Schulbesuch sind somit gering. Im Grundschulbereich 2010 – 2015 beendeten 83 % der Schüler ihre Schule, im unteren Sekundarschulbereich nur 69 %. Am schlechtesten steht es um die höhere Schulbildung: Nur 45 % der 15- bis 17-Jährigen schließen die obere Sekundarschulbildung ab. Für hochwertiges Bildungssystem tragen Regierungen, Schulen, Lehrkräfte und Eltern die Verantwortung. Der UNESCO-bericht zeigt, dass wir weit davon entfernt sind.

Nun wird erklärlich, warum wir so viele Dumpfbacken herumlaufen haben ? Wo, wie und wann möchte denn die neue Regierung nun die angesagten Milliarden investieren ? In neue PISA-Fakes und geschönte Institutsumfragen ? Ach sooo, in Digi—Dingensbummens… Computer usw… Es reicht aber nicht aus, wenn man ein Schmatzfone bestreicheln kann, oder bei Fatzebuck und Twitter mehrmals täglich herumlabert. Wie wäre es denn, wenn man die immense Infomationsquelle, welche das Internet bildet, zur Aus- und weiterbildung nutzen würtde, anstatt zum Entertainment und Gelabers ? Die übliche Methode, dass der Staat wichtige Erfodernisse der Privatwirtschaft überlässt, die dann dabei Kohle machen wollen, ist äußerst fragwürdig. Bekanntlich geht Gewinnmaximierung zu Lasten von Qualität.

* laut Oxfam : „Der UNESCO-Bericht zeigt, dass Finanzierung guter öffentlicher Bildung sträflich vernachlässigt wird. Der Trend zu Billigschulen in armen Ländern, wo profitorientierte Unternehmen Bildung zu vermeintlich geringen Gebühren anbieten, ist falsch. Meist ist Qualität schlecht, Gebühren belasten arme Familien, und das staatliche Bildungssystem wird ausgehöhlt. Der Weg ist nicht Privatisierung, sondern Stärkung staatlicher Systeme- und dazu muss mehr Geld für Bildung bereitgestellt werden.“

Sach ich doch ! Vor allem wenn, nach Angaben der UNESCO, die Regierungen durchschnittlich 4,7 % ihres Bruttoinlandsproduktes oder 14,1 % der öffentlichen Mittel für Bildung ausgeben. Für qualitativ hochwertige, gerechte Bildung auf der Welt fehlen somit jährlich mindestens 33 Milliarden Euro. Da kommt natürlich die Ansage unserer obersten Zerwalter mit etwa 11 Milliarden gut an :

* die geplanten 11 Milliarden wenden die Bildungsmisere nicht ab

So ein Insider aus dem Schulwesen. Oberste Priorität hat Schulhaussanierung, da ein skandalöser Investitionsstau vorhanden ist. Wir benötigen endlich einen Qualitätssprung, was die Digitalisierung betrifft, also flächendeckende Bereitstellung von Breitband, WLAN und dazugehöriger IT-Ausstattung.

Seinerzeit wurde ja schon mal der sogenannte Bildungsbereich vom Bund unterstützt. Dummerweise profitierten gar nicht alle Schulen davon, denn dass das Geld wurde damals völlig unterschiedlich verwendet. Manche Länder federten damit die G8-Einführung ab, oder bauten Mensa und Ganztagsraum in Gymnasien. Der Ausbau von Ganztagsangeboten an Hauptschulen wurde da vernachlässigt. Manche Schularten gingen schlicht leer aus. Dann wäre da noch die Personalfrage :

* laut einer gerade veröffentlichten Studie ist der Mangel z.B. an grundschullehrern enorm. Das liegt an einer fehlgeleiteter Einstellungspolitik der Länder. Wenn man frühzeitiger auf Geburtenanstieg reagiert hätte, anstatt nur Bedarfsplanung und Lehrerbildungskapazitäten zu beachten, hätten wir nicht an diversen Universitäten einen NC auf das Grundschullehramtsstudium.

Nun soll es ja Aspiranten geben, welche zwar den Lehrerberuf wegen der vielen Ferien ergreifen möchten. Wenn da nicht diese Gerüchte wären von der vielen Arbeit ?

* Fakt ist, dass Unterrichtsverpflichtung in anderen Ländern Europasd deutlich geringer ist. Lehrer haben dort mehr Zeit, sich mit einzelnen Schülern außerhalb des Unterrichts zu beschäftigen. Dies möglichkeit ist hierzulande nicht so gegeben. Höhere Bezahlung wäre sicher hilfreich, es ist nun nicht Hauptgrund für derzeitigen Grundschullehrermangel. Über seine gesamte Berufslaufbahn in derselben Gehaltsstufe zu bleiben ist nicht besonders attraktiv.

Ja, da gibt es so manchen Effekt, der nicht attraktiv für die Lehramtsaspiranten ist. Auch die moderne Art, an Schulen mit den Schülern umzugehen reizt die Belehrenden nicht unbedingt. Genauso wenig, wie der mangelnde Rückhalt durch die Direktion gegenüber jenen Berufseltern und denkwürdigen Alleinerziehenden. deren Kinder sind ja immer „hochbegabt“ aber offensichtlich schlecht bzw. garnicht erzogen.

* Lehrkräfte, die sich alleingelassen und überfordert fühlen, berichten immer häufiger von Schülern, die den Unterricht so massiv stören, dass der Lernfortschritt der ganzen Klasse gefährdet ist. Hinzu kommen die Kinder mit Inklusionsbedarf, auf die viele Regelschulen überhaupt nicht eingestellt sind.

Ja, auch das noch. Da soll es sogar Klassen geben, in denen nur zu etwa 50% überhaupt deutsch gesprochen wird. Wenn es nicht sogar KANAK ist. Somit betreibt da manche Lehrkraft Alleinunterhaltung ? Was ist also der Endeffekt ? … Ja, wir sind erst mal am Ende mit unserer Weisheit. Daher nur noch ein Begriff :

* Blöde

Ist nicht dumm, denn Dumme können nichts für ihren Mangel an Bildung. Aber diejenigen, welche „wider besseres Wissen“ handeln, sind blöde. Und oftmals von Gier befallen. Die Frage sei erlaubt : „Was ist denn nun das bessere Wissen ?“ Jenes „Know How“? Oder gibt es da auch elitäre Unterschiede ? Ist das Wissen am Gymnasium besser oder nur anders ? Da sollte man vielleicht zwischen „umfangreich“ und „speziell“, oder „grundlegend“ differenzieren.

Eines dürfte klar sein, bei all den politischen Gelabers vom Erneuern und Aufwerten der Bildung mit Digi…Dingensbummens…. Die Nerds mögen ja als Softwareentwickler und Liefarant für Silikonvalley (nein…ist keine Schönheitsfarm für Titten-OPs) taugen. Aber im richtigen Leben sind sie z.T. absolut lebensuntauglich. Und das kann auch nicht der Sinn von Bildung sein ? Womit wir wieder am Anfang wären.

Wie effektv ist effektiver Bildung für das zukünftige Leben ? Jaaa, ich weiß… jetzt steht wieder die Frage im Raum : „Wie soll dies denn aussehen ?“

Im Endeffekt…….

H.H. ex WORTBRUCH copyright by River & Sea Maritim 3. 2018
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Alles wird gut Part III.

Manchmal zweifelt man doch daran ? Vor allem, wenn man diese grenzwertigen Psychopathen und Populisten hört, welche nun die Welt in Klump und Asche legen wollen, nur um ihre eigene Profilneurose zu füttern. Da sind ja unsere eigenen Politschranzen, die monatelang lediglich um Pöstchen und Pfründe schachern, noch richtiggehend harmlos ? Vonwegen…

Denn genau deren Macht-, Geld- und Karrieregier erzeugt ein Umfeld und eine politische Lage, die es Dröhnern gestattet ihrerseits den Machtgelüsten zu frönen. Es kann doch wohl nicht sein, dass wir wegen des Größenwahns einiger Irrer, wieder in Zeiten des kalten Krieges versetzt werden ? Nur dieses mal nicht aus politischer Gesinnung, sondern nach rein materialistischem, wirtschaftlichem Gusto. Da fällt es schon gewaltig schwer, bzw. es bedarf eines grossen Verdrängungsmechanismus (den die Masse der Lemminge wohl besitzt), um weiterhin zu glauben : „Alles wird gut !“

Früher, wenn der Pope das von der Kanzel dröhnte, leierte man drei Vaterunser herunter und war sich so ziemlich sicher : „Der da oben wird`s schon richten.“ Aber schon damals waren viele der vermeintlichen Gläubigen so schlicht in der Rübe, dass sie vergaßen : „Der da oben richtet…aber beim jüngsten Gericht.“ Wobei ja das älteste Gericht eines „to go“ war. Nämlich jener Apfel vom Stamme der Erkenntnis, welchen das Weib dem Manne andiente, so wie sie ihm heutzutage das angesagte Trend-Food offeriert. Die daraus folgernde  Erkenntnis von : „Was hier auf den Tisch kommt, wird gegessen !“ bringt deswegen so viele Männer zum Imbiss oder der Dönerbude ? Nee, das jüngste Gericht dürfte eben – just im Moment des Stattfindens – auch sinngemäß zugleich das Letzte sein. Da ja den Meisten dabei der Appetit vergeht, hat es auch weniger was mit essen zu tun.

Aber doch mit „to go“… nämlich adhoc und in die ewigen Jagdgründe. Auch wenn klerikale Büttenredner noch immer verkünden, dass es ein „oben“ und ein „unten“ im Jenseits gäbe. Und natürlich – wie im richtigen Leben – die finanziell besser Gestellten (wer hat mit Hartz IV schon Kohle für eine Spende ?) von Wolke 14 bis Cloud 100…. schweben. Denn auf Wolke 13 sitzt schon der Alois „Lujaaa, sog i…“  und von 1 bis 12  jubelnd die heilig Gesprochenen. Übrigens ab Nr. 14 sind auch diverse Scheinheilige vertreten.

Und drunten (wo immer das sein soll ?), quasi bei den Antipoden der Ewigkeit, sollen dann die Armen jammern ? Da diese wohl immer die Bösen waren ? Nun muss mir nur noch einer dieser klerikalen Wahrsager erzählen, wo im Universum jetzt oben und unten ist ? Da sich die Erde auch noch dreht…. Wäre die Kirche ja moderner, würde sie uns wenigstens für die sogenannte Hölle ein schwarzes Loch anbieten. Da aber „schwarz“ die Gesinnungsfarbe der C-Parteien („C“ steht aber für „cash“) ist, wird auch das unerklärlich, wie viele der Geschichten.

Auch dies scheint irgendwie seltsam, wo doch „schwarz“ eher für Tod und Teufel, für Schlechtes und Verdammnis, für Unheiliges und Nichthelles steht ? Warum haben sich die vermeintlich christlichen Vereine denn nicht „weiß“ erwählt. Schließlich machen sie uns täglich etwas weiß. Das Unbefleckte und hell Leuchtende, das Reine und Klare wäre da doch angebracht. Es ist sowieso absoluter Stuss, die politische Gesinnung an Farben festzumachen. Bei diesen hierzulande existierenden Mischfarben, welche nicht einmal die „fifty  Grades of shade“ erfüllen, könnte man eigentlich genormte Farbtafeln erwarten ? Denn selbst Begriffe wie „christlich“ oder „sozial“ sind nun unstimmig, gefakt und z.T. gelogen. Die Politik – auch die bei uns – ist genau so wenig sozial, wie die Dumpfbacken-Plattformen im Web. Und christlich müsste wohl modern ganz neu definiert werden ? Diese vermeintliche Pseudo-Toleranz, das konsumgeile Übervorteilen, das Faken und Belügen, welche u.a. zu Gepflogenheiten unserer  sogenannten Wohlstands-Christen gehören, steht im krassesten Gegensatz zu allen zehn Geboten.

Dennoch wird aber offiziell alles gut, denn man braucht sich ja an nichts mehr zu halten. Jeder darf seine vermeintliche Selbstverwirklichung ungehindert ausleben. Ein jeder, so er denn genügend Kohle und Anwälte hat, darf gegen die Regularien verstoßen… Hauptsache er kann es den Medien gut verkaufen oder den Lemmingen  genügend Brot und Spiele oktruieren.

Übrigens haben wir an der Nordsee genügend Sand, oder könnten aus Afrika Tonnen davon importieren, um darin all die Köpfe der tumben Masse zu stecken. Ja, ich weiß, zum bauen taugt Wüstensand nix…die Körner sind zu rund. Naja, da kann man sich wenigstens beim „Kopf in den Sand stecken“ nicht verletzen. Daher kann auch Alibi-Witzchenerzähler D.Nuhr weiterhin das moderne Teutonia bejubeln und behaupten : „Alles wird gut !“ Die Reihen seines Jasagerpublikums vor ihm, nebst der meisten Wohlstands- und Spießbürger, beklatschen es sowieso… schließlich haben sie Eintritt gezahlt.

Ich will jetzt auch garnicht die neue große Kopulation der Wohlstandsparteien ansprechen…denn dies bringt mich heftig zum kübeln. Entgegen der Ansagen der Mainstreamer, Jasager und Mitmacher dürfte es jetzt schwer werden mit dem : „Alles wird gut“. Wenn ich mir da jene Quotenweiber der regierwütigen Polithyänen besehe, wird mit noch schlechter.

Vielleicht sollte auch einfach der Begriff „gut“ neu überdacht und definiert werden ? Denn diejenigen, für die nun alles wieder gut wird, gehören eigentlich eher nicht zu den Guten. Obwohl sie das natürlich stets für sich beanspruchen. Zumindest wenn es um ihr Hab und Gut geht. Da bekommt jener Begriff  „Gutmensch“ auch wieder eine zusätzliche Variante ? Für unsere materialistisch eingestellte Wohlstandsgesellschaft wird alles zum Gut. Es reicht wohl nicht, wenn alles Erzeugte, Gefertigte und jegliche Handelsware – trotzt unserer variantenreichen Muttersprache – zum „Produkt“ wird ? Mitnichten…diese tumben Sprachverunstalter müssen noch alles zum „Gut“ machen, damit ja keinesfalls irgendein negativer Schatten (wir haben ja nur 50 Grades ?) darauf fällt ?

Insofern kann man , wenn man nicht etwas Positives für die Zukunft prognostizieren möchte, zumindest mit Fug und recht bejubeln : „Alles wird Gut“.

H.H. ex Dementia  3.2018

 

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Alles wird gut Part II.

Und weiter geht’s im neuen Jahr  mit den guten Nachrichten. Denn die Hoffnung stirbt zuletzt.

Wie im Artikel „Konsumgenuss durch Überfluss“ bereits berichtet, verzeichnen offizielle Verlautbarungen einen Staatsüberschuss zu Beginn 2017 von ca. 18,5 Milliarden ? Nun hatte ich bereits seit Jahren eine Zahl von „36“ im Kopf, die aber schnellstens um die Hälfte heruntergerechnet wurde. So auch in 2017. Man stelle sich mein Staunen vor, als ich am 24.2.2018 in der örtlichen Presse las, dass der Staat nun 36,6 Milliarden Überschuss eingefahren habe. In vorauseilendem Gehorsam ähhh … Vorsorglichkeit, befürchtete  man jedoch bereits, dass die Planung der neuen Regierung (welche denn ? Wir haben ja noch keine ?) von 48 Milliarden eine eventuelle Verschlechterung in den kommenden Jahren nicht berücksichtigte.

So seien soziale Erleichterungen und andere bürgernahe Ausgaben für die kommende Legislaturperiode besser nicht zu verifizieren. So  propagiert von regierungsnahen und wirtschaftsaffinen Leuten, die wohl bei eventueller großen Kopulation zuviel Soziales befürchten ? Denn man möchte doch Überschuss auf Strunz- und Protz-Projekte verteilen. Schließlich wollen auch die Amigos ein Stück vom Kuchen haben. Wenn man die News verfolgt, kommt man zwangsläufig zur Ansicht, dass gewisse Verantwortliche und Planer nicht gerade die hellsten Kerzen auf besagtem Kuchen sind ? Oder wie will man mir diese Misswirtschaft und Verschwendung erklären ?

* Der Berliner Großparkplatz (mehr ist er noch nicht) soll nunmehr erst in 2…. ? fertig werden. Und man spricht von diversen Millionen Mehrkosten, die jedoch unter 1 Milliarde bleiben sollten ? Sehr beruhigend für Wohnungssuchende, arme Kinder und Rentner ? So ganz nebenbei erfährt man dann, dass der Selbstbedienungsladen für korrupte Amigos – Flugplatz genannt – mittlerweile die Grenze von 7 in Worten „sieben“ Milliarden Kosten überschreitet ? Man hatte seinerzeit mit etwa 2-3 Milliarden begonnen.

Es muss unserer debilen Wohlstandsgesellschaft wirklich gut gehen, wenn ihr solche Geldverschwendung am verlängerten Rücken vorbei geht ? Und es gerade mal als Gag für Karnevals-Büttenreden oder TV-Comedy reicht ? Oder ist es nur die Massenblödheit, welche von den Medien mit wichtigeren Dingen gefüttert wird ?

* Germany next Top-Model… Obwohl an Grenzwertigkeit kaum noch zu überbieten, wird jener Affront auf Niveau und Geschmack weiter oktruiert. Es ist doch bemerkenswert, wie die weibliche TV-Klientel darauf immer noch anspringt. Oder ist es jene mittlerweile bei der jüngeren Generation weit verbreitete Ansicht, dass man nur zu dem Casting gehen müsse, um Star zu werden….. anstatt etwas Richtiges zu lernen. Auch seine Merkwürden Dieter B. verzeichnet auch weiterhin, bei der arbeitsscheuen Joung-Generation gravierend hohe Quoten.

Somit wird weiterhin alles gut… zumindest im TV. Wobei „gut“ hier keinesfalls als Qualitätsmerkmal gemeint ist, sondern lediglich als Beruhigung für teutonische Couchsitzende (schön genderkorrekt). Denn dieses „alles wird gut“ ist in diesem Falle gleichzusetzen mit „Hauptsache, es bleibt alles beim Alten und es ändert sich nichts.“ Schließlich ist man doch hunderte von Wiederholungen aus Kirch`s Gruselkiste gewohnt und brauch somit kein Video-Abo mehr, um olle Schinken zu sehen.

Goldene Zeiten erleben momentan teutonische Wintersportler und die, welche auf den zu erwartenden Goldmedalliensegen gewettet haben. Was auch nicht so überraschend ist, wenn man betrachtet, was sich z.B. der Staat leistet, um da evtl. vorne mitzuspielen.

* z.B. Bobfahren. Kann es sein, dass die Wok-Meisterschaften, ein zugegeben toller TV-Gag von Stefan Raab, verantwortliche Geldverschwender Teutonias dazu verleitet haben ? Oder warum haben wir in Germany ca. 4 Profi-Eisrodelbahnen, wo andere Länder evtl. mal 1-2 haben ? Und wieso werden da solchermaßen viele Millionen in diesen Sport gesteckt, den man wirklich nicht als „Breitensport“ bezeichnen kann ?

Im Gegenteil. Als Zuschauer ist das doch total langweilig. Betrachten man die Tatsache fastfood verfetteter Kinder in Teutonia, so wäre Streuung der Millionen in dem Breiten- (sorry, kleiner Wortgag) und Schulsport doch entschieden angebrachter. Irgendwie haben unsere Volksvertreter es nicht so mit gerechter oder sinnvollen Verteilung des Überschusses ?  Man erleichtert auch den Amigos von der In-dustrie bzw. Wirtschaft ihre Finanzplanung, indem man die ihnen zukommenden Zahlungen und Verpflichtungen aus der Staatskasse bezahlt.

* Thema Dieselumrüstung bzw. Einsatz längst existierender Hardware im Auto. Damit die vermeintlich zu teuren Nachrüstungen nicht aus der Tasche der Autoindustrie gezahlt werden müssen, kommt man auf die grenzwertigsten Ideen seitens politisch Verantwortlicher. Man möchte (neue Regierung?) sich gerne beim Volk beliebt machen, indem man etwas „für umme“ lanciert. Den Nahverkehr !

Dazu sein einmal, auch für die Denkresistenten und Blöden der Bejubeler gesagt:

1. Der bequeme teutsche Autofahrer, der (möglichst alleine) in der Karosse zur Arbeit bzw. in die Stadt fährt, wird den Teufel tun und sich abhängig vom Nahverkehr machen. Man hat ja schon Probleme damit, Fahrgemeinschaften zu bilden, um die Zahl der Autos in der Stadt zu reduzieren. Der Teutone will nicht vorausplanen. Er möchte über seine Zeit verfügen, adhoc noch flott was erledigen und nicht auf Gemeinschaft zeitlich angewiesen sein.

2. Der teutonische Wohlstandsbürger und stolze Autobeweger wird keinesfalls mit Arbeitenden, Schülern (wie heißt das genderkorrekt ? Beschulten ?), Migranten und anderen Gruppen die überfüllten Busse, Bahnen und U-Bahnen nutzen wollen. Das kennt er so zu genüge aus amerikanischen Movies und medialen Katastrophen-News. Von diversen Streiks und Verspätungen einmal ganz abgesehen.

3.Wo soll denn die Verdoppelung des Fahrzeugparkes, Verstärkung des Personals und vor allem die Verhinderung bereits bestehender Staus herkommen ? Wie will man den das Netz vergrößern ? Ist das nur wieder eine Planung für die ferne Zukunft ? Aber jetzt schon mal dem Bürger schmackhaft machen, damit man die Autoindustrie aus der Verantwortung bekommt ?

4.Da dröhnen bereits diverse Bürgermeister, die offensichtlich wiedergewählt werden möchten, in das Horn „Nahverkehr für umme“. In kleinen Nebensätzen erfährt man allerdings, dass da schon die eine oder andere Zahlung, Gebühr oder Zwangsspende für den Bürger kommen könnte. Und die Medien bejubeln das mit ? Ja, wo sammer denn ?

5.Last, but not least – die Umwelt. Abgesehen vom Stau (dann der von Bussen), den wartenden Massen an Haltestellen, dem vermehrten Verkehrslärm und der entsprechenden Stressbelastung aller Beteiligten, dürfte anderes mehr bringen. Eine verschärfte Anordnung bezüglich Fahrgemeinschaften (wie sie z.B. in Los Angeles seit langem gilt), ein Fahrverbot für Dreckschleudern und strikte Einhaltung jener grünen Punkte (manche Fahrzeuge der Stadtverwaltung haben ihn nicht einmal !)

Das Ganze ist eine impertinente Verarschung der Bürger ! Es wird natürlich nicht „für umme“ sein, denn das gibt es in diesem Teutonia nicht ! Man hat seinerzeit  mit „alt für neu“ der Autoindustrie Milliarden in den … geschoben, indem Bürger ihr Auto abgegeben haben (und ein neues gekauft), dass normalerweise noch einige Jahre hätte gut fahren können. Auf diese Weise sollten die Halden der Autohersteller geleert werden. Dabei wurde längst nicht alles verschrottet, denn heute fahren manche der Kisten in Afrika (manchmal auch in Polen) noch immer. Und der Hepp – man hat dem Autobeweger Teutonias seinen neuen Diesel als umweltgerecht und sauber teuer verkauft !  Nun ist nicht einmal mehr ein Dementi (damit wir im Buchscript bleiben) möglich. Die Fakten liegen längst auf dem Tisch, in USA wird gezahlt, in Old Germany eben nicht ! Die Blödheit der autobesitzenden Masse ist kaum noch zu überbieten, denn sie hat dieselben Verantwortlichen wieder gewählt.

„Alles wird gut“ steht wohl auch über der Buchhaltung der Autoindustrie und ihrer politischen Amigos ? Zumindest das Wetter wird gut, wie man draussen am tollen Sonnenschein unschwer erkennen kann. Also geh ich jetzt raus an die – noch frische Luft – und harre der guten Dinge die da kommen. Man liest voneinander.

 

H.H.   ex DEMENTIA             copyright by River & Sea 2018

 

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