Ignoranz als Gedankentanz ?

Da ich nicht alles ignorieren kann, habe mir Gedanken gemacht .

Sorgfältig verteilte Ignoranz ist die Basis jeglichen Wissens…

Dazu bedarf es jedoch einer bildungsbedingten Wissensbasis, damit man seine Ignoranz mit den Schubladen versehen kann. Schließlich muss man da zuerst sortieren, was man ignorieren will, was man zur Kenntnis nehmen möchte, eventuell nachliest oder gar abspeichert. Das wäre somit ein Ignore-Ranking, welches im Hirn vorgeschaltet sein muss, damit man nicht unnötige Denkzeit mit Betrachten und Lesen absolut unwichtiger und gefakter Dinge verschwendet. Eine Beurteilung : „Ist das jetzt Kunst und Kultur, oder kann das in diese Tonne ?“ erfordert zumindest eine Hör-, Sicht- oder Leseprobe. Man tanzt also gedanklich um das  Wahrzunehmende herum ? Blödsinn und geistiger Müll : „ja – nein“ wäre da einzig konsequente Wertung. Denn eine Zwischenstufe mit Sinnsuche oder Geistfindung kann Zeit kosten, die man anschließend als „vertan“ beklagt.

Wobei Zeit ja grundsätzlich, falls man sie denn tätig verbringt, nach Ablauf derselbigen, „vertan“ ist. Die Frage ist doch, ob man das für sinnvoll oder sinnlos erachtet. Dabei erscheint wieder jegliches Tun – auch vertane Zeit – welches man mit Erstbegutachtung verbringt, nie sinnlos. Denn diese Suche, als solche, hat ja bereits einen Sinn. Sinnlosigkeit wird vom eigenen Ranking definiert und dazu muss man eben zuerst etwas – wenn auch nur in Teilen – wahrgenommen haben. Also kommt man, auch zum Zwecke der Ignoranz, nicht um gelegentliche Stichproben herum. Alles andere wäre schlicht Denkresistenz, Bildungsverweigerung, Wahrnehmungsnegierung oder auch einfach Denkfaulheit ?

Moderne Ignoranz der Lemmikaken könnte man auch mit Verdrängung definieren. Obwohl es nun äußerst schwer fallen sollte, bei aller massiven Reizüberflutung , manches – oder gar alles – nicht wahrzunehmen, käme dies eher Taub- und Blindheit gleich. Da dies aber offensichtlich nur geistig der Fall zu sein scheint, muss es wohl ansonsten mit Verdrängung zu tun haben. Und selbst diese wird nun durch Konsumterror von Marketing und Werbung zielgerichtet gelenkt. Ignoranz ist weder zulässig, noch gewünscht und wird durch massiven Einsatz medialer Mittel verhindert, die bunt, grell und laut der Masse oktruiert werden. Weil Ignornaz, wie zuvor beschrieben, nur durch ein Mindesmaß an Denkarbeit funktioniert, wird jene geistige Verdrängungsebbe konsumgeiler Aufmerksamkeit keinesfalls durch irgendeine gedankliche Flut gestört. Man kann dies auch gut auf jenen asozialen Plattformen beobachten, wo zwar öfters der „Ignore“ Knopf gedrückt wird, jedoch trotzdem neugierig weiter beobachtet wird.

Das ist somit, wie das TV-Gerät bzw. diese laufenden Bilder. Sobald ein solches im Raum erscheint, kann man es nicht mehr ignorieren. Man schaut unwillkürlich hin, auch wenn der Ton abgeschaltet ist. Gleiches scheint offensichtlich per Schmatzfone zu wirken. Insofern wird Ignoranz durch Neugierde und Glotzsucht verhindert bzw. unmöglich gemacht. Da auch diese modernen Eigenheiten meistens von immenser Denkferne begleitet sind, schließt sich die Ignoranz, unter den zuvor erwähnten Umständen, von selbst aus. Somit ist es ähnlich der Beleidigung. Man kann nur jemanden beleidigen, der ja Wert auf das Urteil der Beleidigenden legt. Oftmals erfordert eine wirksame Beleidigung zumindest einen gewissen geistig gleichen Level.

Um jemanden zu ignorieren, muss ich zuvor diesen beurteilt haben. Was aber bei heutigen Dumpfbacken im Netz eigentlich so garnicht möglich ist, da dort ja anonym gepostet wird. Nichts-desto-trotz wird da gebashed und gemobbt, was das Zeug hält. Aber es gibt ganze Ignore-Listen. Das ist für mich dem Kleinkind vergleichbar das, mit Fingern in den Ohren und auf den Boden stampfend, laut skandiert : „Ich hör dich nicht, ich hör dich nicht !“ Aber trotzdem auf jede Ansage reagiert.

Ich weiche ab. Es ging, im weiten Feld der Ignoranz, um Sortierung bzw. Erlangen von brauchbarem Wissen. Nun verwechselt so mancher die sortierende Ignoranz mit : Eskapismus – unser genbedingter Fluchtreflex als Fluchtsucht ? Ein dauerwährendes Erschrecken mit ständig laufendem fluchtbereiten Geist ? Wir nannten sowas früher schlicht : „Muffensausen“.

Zurück zum Thema : Eskapismus ist, in seiner literarischen Form, die Flucht in jene Fantasie anderer oder in Bücher von goutierten Autoren. Wer die Realität flieht, weil man den Alltag scheut, ist jedoch in Büchern weit besser aufgehoben, als im deutschen TV-Programm. Was nun wiederum bei den Bestsellern nicht immer der Fall ist. Käufer von Bestsellern lesen eher selten bis garkeine kompetenten Rezensionen von neuen Büchern. Sie überlassen ihre Beurteilung und die Auswahl des Bücherkaufes dem Marketing der Verlage, medial gefakten Beurteilungen und fragwürdigen Buchkritikern, deren Bücher sie übrigens auch nie gelesen haben.

Trotzdem nutzt die Masse der Couchsitzer die Verdrängungsformate jener Abflusskanäle und zieht sich den geistigen Dünnpfiff rein, welcher der grenzwertigen Fantasie von durchgeknallten Tastenquälern/-innen und Werbeschleimer/innen entsprungen ist.

Dies betrifft nicht nur Drehbücher (heißt so, weil sich einem davon alles im Hirn dreht), sondern heutzutage auch diverse andere mediale Veröffentlichungen. Falls man also die Morgenzeitung lesen möchte – egal ob Print- oder Internetausgabe – wird man neben Fakten und News von so manchem Müll belästigt. Da kommt dann wieder Ignoranz zum tragen. Früher war mancher Zeitungs-Journalismus auch gut zum Einwickeln von Fisch oder Arsch abputzen. Geschriebene Bücher waren brauchbar zum Unterfüttern von Kommode und Schrank oder zum Erschlagen von Krabbelgetier. Heute bekommt man, von manchen Werken der betastenden Gilde, höchsten viereckige Augen und Hornhaut auf den Fingerkuppen. Das heutige Zeitungspapier macht schwarze Flecken, wo immer man es nutzt. Gedruckte Bücher sind meist softcover und somit nicht einmal zu einem verhörbedingten Kopfschlagen gut. Manche der Texte werden auch nicht zum Lesen geschrieben, sondern …  um gedruckt und verkauft zu werden. Man kann, so man denn einiges gelesen hat, auch diverse der Wort- und Schriftgewaltigen als Ganzes ignorieren, oder eben nur einige Werke. Wobei es nur gelegentlich vorkommt, dass gute Autoren sich ihrer eigenen Werke schämen ?  Da gibt es aber auch Idealisten.

Der Autor als Idealist und gutgläubiger Hoffnungsträger schreibt um die Welt zu verändern. Im schlechten Falle verändert sie sich aber mit rasender Geschwindigkeit in eine Welt, wo Geschriebenes kaum noch Wert hat, oder nur aus Kitsch und geistigem Dünnpfiff besteht. Selbst der schreibende Querulant und Spötter sieht sich im besten Falle einer Welt gegenüber, in welcher seine Kritik oft als Werbegag fehlverstanden wird und sein Spott, als zu abgehoben, lediglich noch Literatur-Kränzchen aufregt. Denn diejenigen, welche für eine bessere Zukunft schreiben und kämpfen, eignen sich ja meistens – im Falle das sie vermeintlich eintritt – dann nicht dazu…. dort zu leben oder gar verstanden zu werden. Vor allem dann nicht, wenn den meisten Menschen Denken, Schreiben und Lesen durch die digitale Demenz abhanden kam und mittels oktruierter elektronischen Helferlein obsolet gemacht wurde.

Jetzt kommen sie mir nicht mit Wissenschaft, Literatur und Universitäten ! Denn da denke ich stets an den, von mir so hochverehrten Terry Pratchett. Da meint jener Dekan der Unsichtbaren Universität sinngemäß zu Tätigkeitsmerkmalen seiner Lehrkörper: „Wir sagen da nur den Studenten wo die Bibliothek ist, plaudern ein wenig mit ihnen und promovieren die Überlebenden. Wenn sie auf Probleme stoßen, die ja in veritabler Anzahl durch die Gänge schweben, steht ihnen metaphorisch meine Tür immer offen….“   Wobei selbstredend jene Tür stets verschlossen ist… eben meta….  Von angeketteten Büchern und jenem absolut nicht zu ignorierenden Bibliothekar möchte ich jetzt garnich reden.

Übrigens misstraue ich sogenannten Bestsellerlisten und einem vermeintlichen Kultur-Ranking diverser Medien. Weil sie stets von Leuten verfasst sind, die erwiesenermaßen nur ihre eigenen Ansichten und Blickwinkel der lesenden Gesellschaft näher bringen möchten, sind sie kaum neutral.  Insofern ist dies Ranking, welches die ersten zehn bis zwanzig guten Werke beinhaltet ebenso eine Ignore-Liste, da sie andere Oevres nicht berücksichtigt. Das ist so manchem verengten Horizont einer, zwar fachlich versierten aber einseitig beleckten, Fachkompetenz zu verdanken. Also verbleibt es, wie oft im Leben, meinem eigenen Blickwinkel und eigener Kenntnis überlassen, wen oder was ich ignoriere. Was andererseits bedeutet, dass man offen sein sollte, für vieles. Nur nicht für Stuss, geistigen Müll, literarische Onanie oder sonstige ertasteten Unsäglichkeiten.

Ich muss gestehen, dass sich meine ureigene Ignoreliste, was Lesen und Schreiben anbetrifft, im Laufe der Jahre wohl auch geändert hat. Nicht, weil ich etwa die Richtung gewechselt habe, sondern weil doch neue Denkweisen oder Darstellungsmöglichkeiten gelegentlich zu bemerken sind. Ob es mir gefällt, oder nicht, hängt da aber immernoch von meiner eigenen Beurteilung ab und keinesfalls von alternativen Fakten, oder gefaktem Ghostwriting. Denn ich muss es ja schließlich lesen und mit dem dort wahrgenommenen Gedankengut leben. Also ist da sorgfältig verteilte Ignoranz  angesagt !

 

H.H. ex WORTBRUCH   copyright by River & Sea Maritim 2018
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Am Rädchen drehen ?

Ein Rad ab…

Der hat doch ein Rad ab !“ betitelt man jemanden, der oft die geistige Normalität (was immer darunter zu verstehen ist ) vermissen lässt. Gemeint ist also jemand : der spinnt, für bürgerliche Begriffe etwas seltsam scheint, sich merkwürdig verhält oder eben aus alltäglichem Verhaltensraster der Lemmikaken fällt. Bei mobilaffinen Autofahrenden (des Teutschen liebstes Kind ?) heißt es auch schon mal : „Der hat sie nicht mehr alle (die 4 Räder ?).“ Was auch bedeuten kann, dass Fahrrad- oder Dreirad-Usende (immer schön genderkorrekt) offensichtlich ein, zur Fortbewegung benötigtes, Rad zu wenig haben ? Wenn dann aber diese Person – der zuvor bereits eines als fehlend attestiert wurde – auch noch als „Fünftes Rad am Wagen“ bezeichnet wird, dann wären es doch wieder jene 4 Benötigten ?  Wobei das 5te. Rad wohl das Ersatzrad sein kann, welches oft dringend gebraucht wird. Grundsätzlich gilt : „Wenn das Rad ab ist, kann man auch nicht mehr dran drehen ?“ Ich weiche ab, denn mir fiel gestern beim täglichen Rundgang auf :

Diese Stadt hat ein Rad ab ! Aber sowas von……

Mir fällt zu dieser (und vorherig) dort erlebten Aktion da wirklich nichts Positives oder Vernunftbasiertes ein, mit dem man solch grenzwertige Aktion zum Nutzen der Bürger alibieren könnte. Nach gerade überlebter Lärm- und Saufaktion des Drängel-Marktes, wo jetzt noch Gehörgänge hallen und die Trommelfelle lärmtraumatisiert vibrieren; wurde schon wieder eine Bühne auf touristisch frequentiertem Altstadtplatz installiert. Etwa schon wieder solch plakatives  Kauf-Fress & Sauf-Event, welches diese Stadt in ihrer Einfaltslosigkeit als touristisches Highlight installiert hat ? Man lässt ja kein Weekend aus, um nicht irgendeinen Anlass konsumgeilen Lemmikaken anzubieten, die sich dann umsatzfördernd durch die Gassen der Stadt drängeln ? Daher der Name : Drängel-Markt.

Wobei es mit Markt, im eigentlichen Sinne wenig zu tun hat. Alle Geschäfte, die an einer Flanier- und Shoppingmeile liegen, erhoffen sich Gewinnmaximierung durch Aufbau von Ständen vor ihrem Fenster. Eine moderne Geschäftsidee ? Indem man die Waren den Leuten vor die Füsse platziert, stolpern sie quasi über die „SALE“ Angebote. Wer zu blöde ist, die Angebote im Ladeninneren (wegen eklatantem Mangel an fachkundigen Ladenschwengeln ?) zu selektieren, darf nun am Ständer auf der Strasse wühlen. Das dies, genauso wie jene Sandwich-Plakatschilder auf dem Trottoir (Wortstamm : vor sich hin trottende Trottel ?) eine gravierende Verkehrsbehinderung und so Gefährdung der Passanten darstellt, hat heutzutage noch keine Stadtverwaltung vom Kassieren der Gebühren abgehalten. Lediglich eine Durchfahrtsbreite für die Feuerwehr muss gewahrt bleiben.

Ein weiterer Effekt solcher Sale-Events ist, dass die kaufaffine (vorwiegend feminine) Masse anschließend die neu erworbenen Fetzen auf der Flaniermeile vorführt. Ich saß unlängst dort und habe mir die Parade der Eitelkeiten besehen. Vonwegen „individuell“ und „Mode nur für sie !“ Würden Strunz & Protz öfters in die spiegelnde Schaufenster sehen, könnten sie feststellen, dass sie nie alleine sind. Sowohl als drängelnde Masse, als auch in ihren Allerweltsklamotten. Weil nun das Ganze hungrig und durstig machen soll, sind auch genügend Volumina am Fast-Food und Fassgetränk vorhanden. Der Lärm (Unterhaltungs-Musik genannt) darf auch nicht fehlen und soll den Lemmikaken das Event unvergesslich machen. Falls man die Ohren und Trommelfelle befragt : „Jepp…dem ist so !“

Ach so… wir waren ja bei dieser Veranstaltung, jenem sogenannten „bunten Treiben“, das mit dem Motto „Rad-Tag“ stattfand. Bei dem man offensichtlich genau jenes Rad sucht, welches bei Verantwortlichen der Stadt „ab“ ist ? Oder wie will man mir diese öffentlich manipulierte Wahlwerbeaktion sonst erklären. Diesmal kein Verkaufsevent (nur etwas Fast-Food) welches mit Angeboten örtlicher Autohäuser geschmückt ist. Nööö… schlichte Wahlwerbung und Bürgermotivation ähhh .. -manipulation.

Als vermeintliche Umwelt- und Freizeit-Aktion, nebst Beratung und Diskussion, alibiert und dem Bürger als Informationsveranstaltung zum Mitmachen angedient. Hähhh ? Für wie blöde hält man eigentlich seine Lemmikaken ? Da sagte man mir : „Meckere doch nicht schon wieder ? Das war doch interessant und so aufschlußreich !“ Jaaa, Letzteres  für den mitdenkenden Bürger. Denn es stellte sich folgendermaßen dar – wenn man genauer hinschaute, sah man  :

* Auffällige Werbeaktion regionaler Fahrrad-Geschäfte bzw. der Hersteller (nein diesmal keine Autos !), die ja wohl, quasi als Nachschlag zum Drängel-Markt, noch dringend der Verkaufsförderung bedürfen ?

Dabei wurde auf einer Seite etwa ¾ der Platzlänge mit rot/weißem Band abgesperrt und so der nötige Durchgang für Gäste der Stadt und für Erholungssuchende Bürger, die dort gerne in den Cafes dort sitzen, verhindert. Auch ein Flanieren eventuell konsumaffiner Kunden wurde somit gestört. Warum ?

* Man hatte dort einen schlangenförmigen Parcour mit rot/weißen Pilonen aufgestellt, wo unsere lieben Kleinen mit Fahrrädchen – wie auf dem Idiotenhügel – Runden drehen sollten. Das war so als Werbe-Gag vom größten Fahrrad-Shop der Stadt installiert. Blöder geht’s nicht, denn :

1) dort ist Altstadt-Strassenpflaster, welches schlecht verlegt – die Fugen zu breit und somit für schmalere Rädchen unfallträchtig – ist. Dies so schon länger konstatiert von Rollstuhlfahrenden, Kinderwagen-Muttis, Nutzern von Stützrädchen am Fahrrad (es war ja Rad-Tag !) und Senioren mit Rollatoren. Somit quälten da spielrestistente Erzeugende ihre nörgelnden Päns durch die Strecke, da jedes Loch entsprechend stoppte.

2)  Solche Übungen macht man doch auf flachem und freiem Platz. z.B. auf Parkplatz, am Rheinufer und auf Verkehrsschulungsgelände z.B. Schulhof etc. Es wären Möglichkeiten genug, um in dieser Stadt solche Aktionen dem Publikum nahe zu bringen.

3) Die Absperrung behinderte den freien Durchgang über den Platz für alle Bewohner und Touristen, die  Null-Bock auf das Wahlwerbegetrommel dort versammelter Parteien hatten. Welcher Hirnresistente hat denn sowas dort genehmigt ? Es gibt nun bessere Locations (siehe zuvor)

Aber nun zu den eigentlichen Verursachern, den Parteien welche ja  dort – unter dem Mantel von Umwelt und Freizeit für jeden Bürger – schlicht Eigenwerbung betrieben. Ja, wie ätzend ist das denn ? Gibt es nicht genug TV, Internet, APPs oder Aufmarschgelände, wo man solches tun kann ? Muss man denn dazu den  schönen Platz verschandeln? Um Bürgern etwas zu erzählen, was sie sowieso täglich spüren ? z.B. dass viel zu wenig Fahrradwege existieren. Und das seit Jahren !

Aber schön der Reihe nach…. wir leben schließlich in Teutonia und in einer der Top-Beamtenstädte. Da herrscht Ordnung. Da waren :

* Nein ! Die „AFD“ wurde nicht erblickt. Wahrscheinlich suchen sie ihr „appenes“ Rad  (Appene Fahrräder Deutschlands) ? Sie zählen auch weniger zu den Fahrrad-Fahrern, da bei ihnen mehr marschiert wird. Was keinesfalls heißt, dass in der Partei nicht etwa Radfahrer wären.

* Aber „Die Partei“ war da. Direkt vor dem Rathaus, als Alleinstellungsmerkmal, da alle anderen auf dem Platz nebenan Platz genommen hatten. Was sie aber keinesfalls daran hinderte ihre als „modern & youngstylish“ gemeinte Werbegags zu plakatieren. Denn da konnte man auf großer Leinwand lesen :

a) „Hier ihr Lieblingsschimpfwort, welches sie m Verkehr gerne benutzen würden, auf einem Zettel dran hängen !“ Haha… wie witzig ? Ihnen ist da anscheinend entgangen (hab sie drauf aufmerksam gemacht), dass einerseits – nur wenige Meter entfernt – bei den Gerichten (nein, nicht die zum mintnehmen !) sicherlich diverse solcher Titulierungen zu lesen bzw. zu bekommen wären; und andererseits diese per Paragraph 185 STGB mit Preisliste zu erhalten wären.

b) „Hier zu haben : „Fußpils“ Ein Bier für eine Spende“… Hähhh ? Wie bitte ? Ein Gag jagt den anderen ? Es war kein pegidierender Fussgruppen-Tag, sonder Rad-Tag ! Also wäre, wenn überhaupt, da „Radlerpils“ angebracht. Das aber entspricht offensichtlich nicht jenem grenzwertigen Humor-Myzeel dieser, ach so joungstylishen Parteiblödel ?

c) Ausserdem bezeichneten sie sich als „bougoise“, was wohl mehr der Bildungsresistenz vermutlicher Schulschwänzer entspricht, aus denen sich diese vermeintlich jugendliche Konstellation rekrutiert ? Dann sollten sie doch mal bei den Kollega der Linken nebenan vorbei schauen. Dort wird man wohl ihnen erklären, was es bedeutet. btw : Bourgeoisie franz. Bürgertum ist allgemein die Bezeichnung für wohlhabendes Bürgertum. Und ein Reizwort im Marxismus als Bezeichnung der herrschenden Klasse. Wollen die etwa der FDP Konkurrenz machen ? Mit Radfahren, abgesehen von jugendlicher Anschleimerei, hat es jedenfalls nix zu tun.

*  die FDP muss mir entgangen sein. Vielleicht, weil sie zu hoch auf dem „gelben Wagen“ sitzen ? Denn wenn da ein Rad ab ist….. das kennt man ja aus Western von der Wells Fargo.

* Die Linken waren auch da. Man scheint jeden neuen Aufwind (sehe ich eher als Magenwind ) zu nutzen, um Bürgernähe zu bezeigen. Was gerade in unserer anti-kommunistischen Kasernen- & Beamtenstadt wohl schwierig sein dürfte. Vor allem, wegen stringenter Absenz von Arbeiterklasse (jeglicher Klasse, da Provinz !). Man ist doch höchsten Dienstleister oder „Isch-AG…Alder !“ Ich regte sogleich an : ob man nicht wenigstens, da wir Rechtsverkehr in Teutonia haben, doch auf den breiten Bürgersteigen (war da wohl Reizwort ?)  am linken Rand so einen Streifen (natürlich mit rot !) für die Fahrräder markieren könne ? Aber wegen BREXIT wolle man trotzdem keinesfalls in Teutonia den Linksverkehr einführen… Wobei mir einfällt (Super Gag !), das ja Frau Wagenknecht  (Wagt der Knecht etwa, ein Rad abzubauen ?) nun dabei zu sein scheint, den Rechtsverkehr etwas mehr auf links umzuschifften ?

Trotzt Talfahrt in der Wählergunst, produzierte sich die SPD als soziale Partei mit  „Radfahren für alle“. Was sie politisch bei den C-Parteien (C : steht für Cash) ja ständig beweist ? Dieses genbedingte teutsche Untertansbewusstsein ist absolut kontraproduktiv für eigenständige Sozialpolitik. Wobei da alte Sozis, bei dieser Einheitspartei der großen Kopulation, im Grabe rotieren. Zumindest propagiert man seitens der Partei – so als Sicherheits-Motto – wenigstens eine Klingel, die nur links am Lenker montiert sein sollte.

Dem konnte ich zustimmen. Hatte ich doch gerade bei den geräderten Christdemograden klingelferne Fahrerei ihrer Rennrad-Racer moniert. Denn :

* Jene CDU war natürlich auch anwesend und drehte sprichwörtlich am jenem Rad, dass offensichtlich manchem fehlte ? Man verteidigte nun deren Pseudotoleranz, indem man vermeinte : „Das ginge alles nur, wenn man  miteinander reden würde und da nicht immer nur eine Seite sehen könne Bla..Bla..“  Hähhh ? Das sagen gerade die ? Als ich da frozzelte, das nun die rechte Seite am Rheinweg (gemeinsamer Freizeitpfad), zumindest in einer Flussrichtung (das ist hier die Frage… in welcher hätten sie denn gerne ?), leider diejenige mit dem Wasser wäre und die andere Seite vom Bahndamm begrenzt sei….. konnte man dort auch nicht entscheiden, wer nun links oder rechts mobil sein dürfe. Hauptsache es ginge voran !

Überall lagen viele Bröschüren überall herum. z.T. die reine Wahlpropaganda und alle wollten unbedingt miteinander reden. So war auch eine Podiumsdikussion angesetzt (ich hab sie mir erspart, da ich evtl. zu Zwischenrufen neigen könnte), auf der mal wieder nur Politnasen vertreten waren. Wie üblich, ist von denjenigen, um die es geht, meistens ja niemand dabei. So zu bemerken an Ständen und bei anderen Gelegenheiten. Das Thema Behinderte bzw. Rollstuhlfahrer wird nirgendwo wirklich thematisiert und es fehlt hier überall an barrierefreien Wegen, Rampen und Parkplätzen. Die als Alibi mancherorts installiert wurden, sind oft dermaßen blödsinnig ausgerichtet und plaziert, dass Rollis dort Probleme (siehe auch die viel zu breiten Spalten im Pflaster !) mit einer vernünftigen Benutzung haben.

Wenn jemand auf Räder angewiesen ist, dann doch (ausser Kinderwagen, Rollatoren und Einkaufswagen) die Rollstuhlfahrer. Das Problem wird in dieser unserer Stadt aber sehr stiefmütterlich (vonwegen „Mutti for everybody“ ?) behandelt und es scheint wohl nicht werbewirksam genug zu sein. Nicht nur hierbei, sondern auch bei dem Thema Räder überhaupt, sind uns die Holländer um Meilen voraus. Aber darum ging es doch da auf dem Platz eigentlich garnicht….

Man machte dem Bürger schon klar, dass man ja nicht das Rad neu erfinden wolle.. döde… jo wörde… könnde (örtlicher Dialekt). Aber an selbigem drehen dürfe man doch mal ? Und schließlich lässt sich über den Freizeitsektor nicht nur eine konsumaffine Gewinnmaximierung transportieren, sondern bestens auch politische Botschaften an unser Volk verdrücken. Ach, was ist man doch gerädert…. nach solchem Stuss.

Nun ist es vorbei mit dem Wahnsinnssommer. Es stürmt und kann regnen. Was mich nun wieder ruhig schlafen lässt, auch in der Hoffnung, dass diese Stadt wohl keinen Regenschirm-Tag veranstalten wird. Oder……. ?

 

H.H. ey  Plattes & Geformtes    –  copyright by River & Sea Maritim 2018

 

 

 

 

 

 

 

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Lemmikaken !

Es wird wieder mal Zeit. Hab lange nichts hier gepostet. Umzugsnachwehen und zu schönes Wetter. Da sitzt man lieber draussen im Strassen-Bistro gegenüber… aber jetzt:

La Cucaracha

la cucaracha – Ya no puede caminar; Porque no tiene, porque le falta – la patita principal.”  So ertönte es, von Guitarren begleitet durch die Shoppingmeile. Viele Leute blieben stehen, um sich diese bunten mexikanisch gekleideten Indios anzusehen, welche dort der Strassenmusik frönten. Da sich die Menge doch etwas davor knubbelte, hatte ich Probleme durchzukommen. Offensichtlich nicht nur ich, denn ich vernahm von einem großen, über die Masse herausragenden, Mann lauthals : „Zur Seite, ihr Kakerlaken. Lasst unsereins auch mal durch !“ Schon stoben die Lemminge auseinander und er pflügte, wie ein Schiff durch die algenbedeckte See, zwischen den Herumstehenden durch die freie Gasse. Ich folgte ihm und dachte bei mir : „Eigentlich hat er recht. Ich sollte meinen Duktus (hat nix mit wegducken zu tun ! Bei mir als Querulant eher mit dem Gegenteil…) etwas variieren und anstatt meinem Lieblingswort „Lemminge“ öfters mal „Kakerlaken“ benutzen.“ Denn dies trifft doch auf die wuselnde Masse absolut zu.

Falls jetzt manche nicht wissen, was den „Kakerlake“ bedeutet, so verweise ich auf die eingangs besungene „La Cucaracha“ oder auch die teutsche, gemeine Küchenschabe an-und-für-sich. Da ich diese netten Tierchen während meiner Seefahrtszeit zu Genüge kennenlernen durfte, kann ich auch etwas dazu sagen, warum ich diese Betitelung so treffend für die Lemminge bzw. Masse finde. Wer oder was ist also :

* „die Kakerlake

oder Küchenschabe ( engl. = cockroach, span. = cucaracha) ist durch verschiedene Arten der Schaben (Familie der Blattidae) bekannt. Sie leben überwiegend in menschlichen Behausungen und werden als Vorratsschädlinge betrachtet. Sie sehen Käfern sehr ähnlich, denn sie haben ziemlich glatte, längs gebogene Flügel, runden Körperumriss, aber einen ziemlich platten Körper und sind dunkelbraun bis schwarz gefärbt. Bei Larven und den Weibchen fehlen Flügel. Männchen haben zwar Flügel von etwas hellerer Farbe, können damit aber nicht fliegen. Die Beine sind hellbraun gefärbt; Fühler sind dünn und etwa ein Drittel so lang wie der Körper. Die Küchenschabe wird bis zu 30 mm lang.

Das zum biologisch Grundsätzlichen. Auch wenn hier bereits diverse, den urbanen Lemmingen vergleichbare, Eigenschaften genannt werden. Da gibt es da u.a. folgende Arten :

* Die deutsche Schabe (Blatttella germanica) wird u.a. mit der Braunbandschabe (Supella longipalpa)und der Braunen Schabe (Periplaneta brunnea) erwähnt.

Das wundert mich nun garnicht.  Sind doch diverse Populationen der teutonisch arischen Kakerlaken für ihre braune Gesinnung bekannt. Es schabt sich so manches zusammen, denn es hat auch mit „schäbig“ zu tun !

* Heute ist die „Gemeine Küchenschabe“  als Masse global verbreitet und sogar auf abgelegenen Inseln anzutreffen. Die einzige Ausnahme bilden polare Gebiete der Arktis und Antarktis, wo es für sie zu kalt ist.

Trifft auch auf die bespaßungswillige Menge teutscher Liegestuhlbesetzer zu. Der Massentourismus macht´s möglich. An den Polen ist  ihnen auch zu wenig Sonne, der Strand ist eisig und die Strandbar hat auch nur selten offen. Lediglich das Eis in den Getränken dürfte da zwar „all inclusiv“ aber nicht unbedingt „für umme“ sein.

* Kakerlaken sind aus wärmeren Regionen in gemäßigte Breiten eingeschleppt worden und leben somit als Kulturfolger in menschlichen Behausungen. Küchenschaben leben versteckt, sind vorwiegend dunkelheitsaktiv und meiden Licht. Da sie vergleichsweise sozial in großen Gruppen leben, ist ein Befall meist invasiv. Schaben bewegen sich meist laufend fort und dies mit außergewöhnlicher Geschwindigkeit. Kakerlakenbefall ist meist umfangreich, weil sie weitgehend im Verborgenen leben und oft erst spät entdeckt werden. Er betrifft durchwegs zumindest ein ganzes Gebäude.

Aber Hallooo. Das könnte man  nun fast 1 : 1 und veritabel auf diverse unserer Stadtlemminge, und da nun besonders auf jedwede Multikulti, Fremdarbeiter und Migranten anwenden ? Dies trifft doch alles auf das Gewusel in einigen Vierteln unserer Städte zu. Mutti hat wohl nicht mit solchem Befall gerechnet, der eben nicht nur aus Kriegsflüchtlingen, sondern gravierend invasiv  (nettes Wort !) aus Wirtschaftswechslern z.B. osteuropäischen Kakerlakies oder afrikanischen Wirtschaftsflüchtlingen besteht.

Die C- (Cash-)Parteien weigern sich ja strikt, ein vernünftiges Einwanderungsgesetz zu verabschieden. Warum ?  Weil sonst Chemie-Konzerne und Verband für Kammerjäger da Umsatzverluste befürchten ?  Weil inzwischen in den zugemüllten Vierteln der humanen Kakerlaken die animalischen Schaben fröhliche Urstände feiern ?  Ausser unserer teutschen Braunschabe gibt es da noch :

* Australische Schabe (Periplaneta australasiae), Lapplandschabe (Ectobius lapponicus) und Waldschabe (Ectobius sylvestris) (beides keine Hausschädlinge), Turkestanische Schabe (Shelfordella lateralis, synonym Shelfordella tartara), englisch Red-Runner, auch als „Schokoschabe“ bekannt, die als Futtertier für Reptilien gezüchtet wird.

Naja, das mit dem schokoladenbraun wird auch von Zugereisten aus Afrika behauptet. Wobei es bei ihnen nur die Hautfarbe ist. Bei der teutonischen Kakerlake wohl eher die Gesinnung… und die ist nicht „schoko-“ sondern kackbraun.

* Die Deutsche, Orientalische und Amerikanische Schabe sind Allesfresser, die sogar organisches Material (wie Textilien, Leder und Papier) fressen. Bevorzugt aber feuchte, weiche Materialien und faulende Lebensmittel.

Letzteres soll schon in Discountern (Gammelfleisch etc.) vorgekommen sein bzw. ist teilweise da durchaus normal ? Das Erstere trifft zumindest auf das Geschmackliche von so einigem Fast-Food der Billigläden zu.

* Sie übertragen durch ihre Lebensweise Keime und Parasiten : Wurmerkrankungen (Fadenwürmer),Salmonellen, Darm-Grippe, Ruhr, Polio, Hepatitis, Gelbfieber, Typhus, Lepra, Milzbrand, Tuberkulose, Cholera usw. In Mitteleuropa sind sie, da sie Infektionen nur verschleppen, durch die allgemein guten hygienischen Bedingungen als Vektor von Krankheiten ohne besondere Bedeutung

Das würde ich bei den eingewanderten Massen und ihren heimischen Wohnverhältnisse schon annehmen. Wobei ja bekannt ist, dass Menschen oft abgehärteter sind, die nicht unserer modernen Sterilität unterliegen. Durch unsere Stadt-Gethos werden aber gerade solche Seuchen und Krankheiten wieder aktuell, wenn in manchen Vierteln es mit Müll und Sauberkeit nicht so genau genommen wird.

* Kot, Häutungs- und Speichelreste können Allergien, Ekzeme und Asthma auslösen. In USA fand man vom –  National Institute of Environmental Health Sciences, National Institute of Allergy and Infectious Diseases, und die Asthma and Allergy Foundation- heraus, dass von Schaben stammende Allergene, Asthmasymptome in stärkerem Maße hervorrufen. Man konnte nachweisen, dass Kakerlaken ein Protein enthalten, welches ein Allergen für manche Menschen darstellt und folglich Asthmaanfälle auslösen kann.

Nun ja…. auch bei den humanen Kakerlaken dürfte man davon gelegentlich in größeren Ansammlungen den Husten bekommen, wenn man gegen eine Wand der Düfte des Orients (Knobi, süßliche Parfums etc.), rostiger Metalle in Verbindung mit mangelnder (bzw.anderer) Körperhygiene stößt. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich Migranten sehr schnell aklimatisieren und unserem Konsumterror unterliegen. Lediglich Umgang mit hiesigen Errungenschaften sogenannter westlichen Zivilisation macht wohl einige Schwierigkeiten. Der Umgang mit hiesigen Proll-Kakerlaken hingegen führt wohl zur schnellen Assimillation (kommt in dem Falle von „Assi = asozial). Was fälschlicherweise oft als Integration missverstanden wird. Solches hat die Mutti aller Kakerlaken nicht bedacht hatte, als sie hunderttausende herein gewunken hat und vergessen hatte… das Licht anzumachen !

Da nun einige Politnasen meinen, dass man jetzt den Kurs von „Willkommenskultur“ auf „Rausschmiss, Ausweisen, Abschieben…“ wechseln sollte, sei ihnen mitgeteilt : All die Kriegsflüchtlinge sind keine „Abstauber, Wohlstands-Anektierer oder gar kriminelle Antragserschwindeler par exellence“. Diese anderen mit zugewanderten Kakerlaken – animalische aus dem Gepäck und humane aus z.B. rumänischen Armutsdörfern oder pseudo-Flüchtlinge (z.B. arabische Großfamilien ex Türkei) – sind da eher zu beachten. Auf jeden Fall ist es schwer, sie loszuwerden.

* Verbreitet ist diese Mär von jenen, gegenüber radioaktiver Bestrahlung resistenten, Küchenschaben. In Atomkriegsbildern des Kalten Krieges galten sie als vermutlich letzte Überlebende. Stimmt so nicht;  Aber die getestete „Periplaneta americana“ bestätigte, dass alle Insekten weit resistenter gegen Strahlungsschäden sind, als der Mensch.

Was man auslegen kann, wie man will. Ob da diese teutsche Braunschabe mit ihrer Fall-out-verhütenden Aktentasche eher überlebt, dürfte zu bezweifeln sein ? Insofern dürften einige Eigenheiten der Schaben auf die humanen Kakerlaken zutreffen.

So… ich tu es jetzt .

Hiermit erkläre ich, dass mein bisheriges Lieblingswort „Lemminge“ für unsere tumbe, konsumgeile Masse umgewandelt wird in : „Lemmikaken“. Somit wird hier ein absolut treffender Begriff zum neuen Wort des Jahres ! Um dies zu verdeutlichen und manchen Politschranzen etwas Information zu vermitteln, werden nun Eigenheiten benannt, die im übertragenen Sinne durchaus zutreffend für vermeintlich zivilisierte Lemmikaken sind . Wussten Sie beispielsweise dass :

* Kakerlaken Kannibalen sind ?

Kakerlaken essen so ziemlich alles, was sie finden können: Früchte, Klebstoffe und Fäkalien. Bei starkem Hunger fressen sie sogar ihre Artgenossen. Man vermutet, dass bei starkem Befall von Kakerlaken nur noch begrenzte Nahrungsvorräte vorhanden sind.

Was bedeuten würde, dass die netten Tierchen das mit Vorsatz und Absicht tun, um weniger Mitfresser zu haben ? Jaaa.. tun wir Menschen ja auch. Das nennt man dann Krieg. Aber wenn man an manche Szenen im Billigdiscounter, oder auf Schlachtfelder der Schattenkriege (die wir für andere Industrienationen führen bzw. mit anheizen) denkt, sind die vermeintlich zivilisierten Lemmikaken nicht so weit entfernt.

* Kakerlaken sind so alt, wie die Menschheit

Die gemeine Kakerlake hat etwa eine Lebensdauer von einem Jahr. Das Penn State College of Agricultural Science in Pennsylvania, USA, hat fossile Überreste gefunden, die bezeugen, dass Kakerlaken schon vor über 300 Millionen Jahren auf der Erde existierten bzw. die Höhlen der Menschen bewuselten

Naja… wenn ich da unsere modernen Lemmikaken betrachte, so scheint da eine geistige Rückentwicklung (trotzt oder wegen moderner Digi-Technik) in Richtung Neandertaler bis hin zum Einzellentierchen sich zu vollziehen. Zumindest in Komunikation (Sprachtorsi und KANAK-Gestammel) und Bewegung (man beachte auf der Strasse oder im Rap die Mimik und Gestik) sind da bereits Dinge zu bemerken.

* Kakerlaken können sich durch enge Lücken und Löcher durchquetschen

Wie Mäuse und Ratten können sie durch kleinste Löcher, Ritzen oder Spalten hindurch krabbeln. Jenes Exoskelett der Kakerlake verleiht ihr besondere Beweglichkeit, die sie instande setzt, wegen der seitlich angebrachten Beine durch eine Öffnung von 1/4 ihrer Körperhöhe zu kriechen.

Das dürfte bei Lemmikaken essenziell sein, da bei mehreren Personen in so einem Wohnraum – sowohl die Beweglichkeit, als auch der Platzbedarf – zu artistischer Körperbeherrschung zwingen.

* Kakerlaken sind sehr schnell

Da sie gern gefressene Beute vieler anderer Tiere sind, ist wohl die Schnelligkeit ihre  Hauptverteidigung. Sie sind in der Lage, mehr als 1,5 mtr / sec zurück zu legen. Der Mensch müsste da im Verhältnis etwa 250 km/h schnell sein.

Ja, das kenne ich. Wenn man das Licht anmacht flitzen sie in rasanter Geschwindigkeit nach allen Seiten. Küchenschaben-Wettrennen sind seit dem 16. Jahrhundert überliefert. Aber auch wir haben bei der Seefahrt öfters Kakerlaken-Rennen veranstaltet. Es wurde ein Terrain abgegrenz, jede Kakerlake bekam dann einen Farbklecks auf den Rücken (Nummern sind da schwierig aufzutätowieren) und los gings. Da hatte man so manche Runde gewonnen… oder auch nicht, wenn die Schabe in die falsche Richtung abschob. Daraus folgert es zwar nicht, ist aber wahr :

* Kakerlaken mögen Bier!

Studien haben gezeigt, dass Kakerlaken sehr gerne Bier verzehren. Hopfen und der Zucker, ziehen sie besonders an.

Auch das stimmt mit den Lemmikaken überein. Das mit zuvor erwähnter Schnelligkeit kommt vorwiegend bei Eröffnungen von Schnäppchenmärkten, Billigdiscountern und Trendshops vor, oder bei massenbedingten Katastrophen. Aber auch da rennen sie oft genau in die falsche Richtung.

*  Kakerlaken können für ca. 40 Minuten die Luft anhalten

Es wurde von Wissenschaftler nachgewiesen, dass Kakerlaken bis zu 40 min Luft anhalten und bis zu 30 min unter Wasser überleben können. Was notwendig ist, da sie oft über Rohr- und Abwassersysteme in Häuser, Keller und Hallen gelangen. Diese Fähigkeit, den Atem für lange Zeit anzuhalten, wird durch die Regulierung ihres Wasserverlustes bedingt. Denn Kakerlaken benutzen nicht das Maul zum Atmen, sondern kleine Löcher im Körper (Stigmata). Durch diese wird auch Wasserdampf aus ihrem Körper zu transportieren.

Bei manchen unserer Lemmikaken wünschte man sich ja auch, dass sie mal die Luft anhalten würden. Ob den klerikalen Hardlinern bzw. Ami-Reps (die Darwin dermaßen verdammen) jedoch die Verwendung des Wortes „Stigmata“ in diesem Zusammenhang „Bähhh, Küchenschaben !“ goutiert, wage ich zu bezweifeln. So, und nun kommt eine maßgebliche Eigenschaft, welche sich die Schaben mit vielen Lemmikaken teilen :

* Kakerlaken können kopflos leben.

Kakerlaken können circa eine Woche lang ohne Kopf leben. Da sie, wie bereits erwähnt, ihren Kopf nicht zum Atmen nutzen. Stattdessen nutzen sie jene Stigmata im Körper, um Sauerstoff aufzunehmen.  Kakerlaken können etwa einen Monat ohne Nahrung überleben.

O.K. das mit dem „ohne Kopp“ dürfte bei Lemmikaken nicht unbedingt dem Luftholen zuzuschreiben sein. Da ist wohl mehr das leere Hirnvolumen, also hirnlos (auch kopflos benannt), gemeint. Aber einen Monat ohne Nahrung leben ? Niemals ! Das würde zu einem pegidierenden Massentreffen empörter Lemmikaken führen, welches mit „Licht anmachen“ kaum in den Griff zu bekommen wäre.

Da gibt es jenes eingangs erwähnte Liedlein „La Cucaracha“ welches in der Übersetzung der ersten Strophe lautet : „Die Küchenschabe, die Küchenschabe – kann nicht mehr aufrecht gehen,  –  denn sie hat kein, denn ihr fehlt –  der wichtigste Fuss“(gemeint ist jedoch Marihuana) Also kann die Kakerlake zwar ohne Luftholen und Kopf, aber nicht ohne Dope leben ? Dieses mexikanische Spottlied „La Cucaracha wurde aber so zum mexikanischen Revolutionslied, dessen Refrain wohl auf den General Victoriano Huerta anspielt. Ihn nannte man wegen seines Alkohol- und Drogenkonsums la cucaracha. Der Text mancher Strophen zieht die Soldadeska von Präsidente Venustiano Carranza ins Lächerliche und huldigt dem Revolutionär Francisco („Pancho“) Villa.

Egal, wie man es sieht, die Küchenschaben taugen nicht einmal als Spezalität. Obwohl man sie in Asien  geröstet verspeist, ist da zu wenig dran und es knirscht nur beim essen.  Aber zum Vergleich mit jener tumben Masse zivilisationsgeschädigter Lemmikaken taugen sie allemal.

Somit haben Sie wieder einiges gelernt… und ich hab ein neues Schlagwort (kommt vom rethorischen Draufschlagen ?) :         „Lemmikaken“                     I love it !

Nachtrag :

Nun fragt sich die geneigte Leserschaft, warum ich mein bisheriges Lieblingswort “Lemminge”, welches ja dauernd benutzt wurde zum Konglomerat “Lemmikaken” habe mutieren lassen ? Nun ja, man soll flexibel bleiben und sich so Verbesserungen nicht verschließen. Was andererseits keinesfalls bedeutet, dass alles, was nun von diesen Konsumfallowern und Werbefuzzys als “modern” und “zeitgemäß” propagiert wird, etwa besser und praktikabler wäre, als Bisheriges. Vor allem nicht, wenn es von denkenden und praxisaffinen Leuten  als bewährt und gut erkannt wurde. So auch hier.

Die Lemminge (im übertragenen Sinne = unsere urbanen) wuseln in Massen, und immer herdenmäßig blind den Führenden folgend, herum. Dies (u.a. vergleichbar mit teutschem Untertansbewusstsein) nun auch ins Verderben bzw. unangenehme Situationen laufend. Da sind hingegen die Kakerlaken entschieden überlebensfähiger und schneller bei ihrer Flucht aus der Gefahr. Insofern passt es auch auf die neuen Mitbewohner, die ebenfalls in Mengen hausen, teilweise lichtscheu sind und sich schnell dem Zugriff der Behörden entziehen. Als Masse, sobald vereint mit unseren urbanen Lemmingen, tauchen sie auf unseren Strassen, Shoppingmeilen, in Billigdiscountern und öffentlichen Gebäuden auf.

Da sie sich äußerst schnell dem Konsumzwang ergeben, obwohl sie ihren eigene Umgang mit Errungenschaften unserer vermeintlichen Zivilisation haben, sind sie flott in der Masse der Fallower integriert. Und genau das scheinen unsere obersten Zerwalter, nebst Amigos von der Wirtschaft, so gewollt zu haben. Die Integration in teutonischen Werte geht diesen Herrschaften am verlängerten Rücken vorbei, da sie sowieso seit Jahrzehnten dem american bussines folgen.

Nun könnte man ja hoffen, dass Mutation durch Vermischung dazu führen würde, dass die Masse eher überlebensfähig wäre. Da habe ich jedoch so meine Zweifel. Denn wo in der Natur eine Anpassung an Gegebenheiten geschieht und somit ein Überleben ermöglicht, haben wir jene bemerbare Bremse : Die gravierende Dummheit und massive Blödheit konsumgeiler Lemmikaken ! Sie erscheint auch gesellschaftlich schichtübergreifend und macht nicht vor Bildungsbürgern halt. Denn eins haben da alle gemeinsam:

Gier : Das Streben nach Geld, Macht, Karriere und vielfach medialer Aufmerksamkeit. Anerzogenes  Fallowertum der monitären Werte und beworbene must-haves sind zur Religion geworden.

Insofern nehme ich auch absichtlich dies Wort ohne (ck) , da es mir so – trotzt auffälliger Sinnesnähe – nicht gemeinsam erwähnenswert scheint  mit den Begriffen wie : “Drecksack, Schabernack, gemeines Pack, Dämelack, etc.” Es reicht vollkommen, wenn man zu diesem  Oberbegriff :“Lemmikaken” die anderen Bezeichnungen hinzudenkt. Als da wären : “Mainstreamer, Jasager, Werbefallower, Spießbürger, Strunz & Protz, Imidschlover, Billigheimer, Schnäppchenjäger, Neu-reich & Möchtegerns und die versammelte Masse der bildungs- und denkresitenten Dumpfbacken; also Proll & Plebs”

So what ?

 

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Da fällt dir nix mehr ein…

Masse war noch nie Klasse

Da man mittlerweile, und ins Besondere jetzt zur warmen Jahreszeit, aber auch sämtliche Stilverirrungen und Unsäglichkeiten auf der Strasse vorgeführt bekommt, macht man sich doch so seine Gedanken um den geschmacklichen Untergang des Abendlandes. Was da so alles an einem vorbei paradiert, entbehrt nun oftmals jeglichen Kunstverständnisses und kreativen Niveaus. Fragt man die Leutchen, so wird man erstaunt angesehen, da es doch Mode, Trend und Zeitgeist ist. Dabei sind es nicht nur Fallower und User der jüngeren Generation… mitnichten… die vorherige ist auch bereits voll drauf. Diverse Erscheinungen, welche zuvor stets als bekloppt und abseitig erachtet wurden, sind inzwischen Standard, also „state of art“.

Unreflecktiertes Befolgen von Werbung und Marketing macht herrschenden Konsumterror offensichtlich bemerkbar. Auch wenn es mit „Zeitgeist“ alibiert wird. Dabei wissen die Zombies teilweise oft selbst nicht, wie die bezeigte Stilrichtung begründet, geschaffen oder erarbeitet wurde. Na gut… es ist heutzutage auch meist der abseitige Einfall von grenzwertigen Designern bzw. eine Gewinn generierende Absicht cleverer Unternehmer immer etwas Neues zu verkaufen.

Da reicht es aus, wenn ein bekiffter und bedröhnter Promi auf der Bühne herumstolpert und vergessen hat sich richtig anzuziehen bzw. seine Garderobiere die Klamotten verwechselt hat. Und schon vermeint ein angeschickerter Medienverunstalter : „Oh.. ein neue Richtung ! Ja, wie geil ist das denn ? Ein neuer Trend !“ Egal, wie sinnfern, geschmacklos und abseitig das ist. Hauptsache irgendein niveaufernes A….loch erschafft vermeintlich einen neuen Styl ? Nur ein Beispiel :

Wen soll der überall plötzlich sprießende Vollbart nachäffen ? Den Salafisten oder Gartenzwerg ? Oder gar den arabisch aussehenden, glutäugigen, südländischen Lover ? Da es meistens dunkelhaarige Matratzen sind, kann es kaum Wikinger- und Nordic-Sailor-Styl sein ? Oder gar der Bart des Propheten ? Denn Mode ist stets Nachgeäfftes, Gefaktes und unreflektiert Übernommenes von grenzwertigen Vorbildern.

Dem Werbetrend und den von Werbung oktruierten Must-Haves unbedacht zu folgen, ist wie an Alzheimer zu erkranken. Man trifft jeden Tag neue Bekannte, da die Lemminge sich und ihr Imidsch ständig dem angesagten Trend anpassen. Was gestern noch gut rasiert und mit teutsch-ordentlichem Haarschnitt im Anzug bzw. Arbeistdress zur Arbeit ging… erscheint heute mit Salafisten-Teppich und Glatze zur täglichen Performance.

Anstatt bedeckender Kleidung trägt man heute auf nackter Haut –Jahreszeit und Wetter negierend – bestempelt und belocht, die Insignien marktgerechter Geschmacksverirrung. Der einzige Vorteil scheint somit zu sein dass, bei den grenzwertigen Bebilderungen, der Wiedererkennungswert steigt ? Das, zwar als solches verkauft, aber nur vermeintlich Individuelle wird jedoch bereits durch Nutzung des Tatoo-Kataloges ad absurdum geführt. Nur wenige haben doch wirkliche Einzelkunst am Body. Dafür aber viele : Mickey Mouse, Comic-Figuren, den üblichen Martial-Schrott oder sehr fragwürdige Ornamente – z.B. den sogenannten Tuntenbarock..

Manches, im jugendlichen Überschwang und Konsumblödheit bestochene, Pseudo-Imidsch wird im Leben als Erwachsener sodann zur berufsbehindernden Peinlichkeit. Also wird dieser offensichtliche Fehltritt versucht, mit grenzwertigsten Storys zu alibieren ? Ist nun eigentlich noch niemand dieser Zombies auf die Idee gekommen, dass man auch haltbares – aber auswechselbares – Bodypainting machen kann ? Wenn man denn unbedingt meint, seinen Körper mit was-auch-immer plakatieren zu müssen.

Das kann man wenigstens, genau wie die Meinung oder Gesinnung, bestens wechseln. Wo sich diese Leutchen eigentlich eher ungern festlegen, oder etwa eigenen Blickwinkel haben, wird Leben in Fan-Kultur als Fallower des Marketings erstrebt. Für jeden Stuss und Werbegag : seperate Flagge; bunter Schal, Tatoo oder Loch ?

Wie dumm, wenn man die Frau, den Beruf, den Club oder etwa sogar das Niveau wechselt. Ganz lustig…oder eklig… wird es oft, wenn man älter wird. Da sehen viele Körperverschandelungen so richtig Sch….. aus !

Egal…Hauptsache Masse !…… wie ich das hasse !

Es lebe die Dekadenz !

Was muss man tun,  um so zu mutieren ?

Wessen bedarf es nun,  dermaßen zu degenerieren ?

Im Strome mit zu fließen  zum konsumgeilen Leben ?

Versprochene Fakes genießen  im werbeaffinen Streben ?

Offensichtliches wegdrücken  um faktischen Zwängen

die Wahrheit zu entrücken  und Reales zu verdrängen ?

Werbesprüchen geistlos unterliegen,  Marketing den Alltag überlassen,

Blickwinkel lässt man sich verbiegen,  dahinoxydieren in blöden Massen.

Bildung oder Hirn  werden stets negiert..

Denkfalten der Stirn  mit Botox egalisiert.

Gerade soviel lesen können,  dass Werbung gut erkennbar ist.

Öfters sich mal etwas gönnen,   egal halt, welchen Billigmist.

Geschmack durch Trend und Styl ersetzt   weil man sonst kreativ sein muss.

Auf Shoppingmeilen wird gehetzt   bis kurz vor spätem Ladenschluss.

Man spürt nur in der Masse Glück   basiert auf Sozialneid und Gier.

Will nie zum Einzelnen zurück.  So wird zum Ochsen da der Stier.

Imidsch ist Fake, der Ruf gelogen.   Stets will man jemand anders sein.

Die Optik wird zurecht gebogen.   Drum heißt es ja: „Mehr Schein als sein.“

So lügt man sich die Taschen voll.   Das letzte Hemd garkeine hat.

Der Kluge fragt, was das nun soll ?   Der Rest ist geistig einfach platt.

Es lebe uns´re Dekadenz !   Gelobt sei Konsum, Macht und Gier !“

So singt die Tussi und der Stenz.   denn davon gibt es reichlich hier

 

H.H. ex DEMENTIA copyright by River & Sea Maritimj 2018

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Frei von Arbeit

Kannst du eigentlich immer nur meckern ?“ tönte es von einem rotgewandeten Männlein neben mir, als ich mich im Strassencafe´über die unnötige Lautstärke der dröhnenden Reden auf dem Platz mokierte. Ich drehte mich zu ihm hin : „Euch täte etwas mehr wirkliche Kritik auch gut.“ gab ich zurück : „Eure Selbstbeweihräucherung da draussen widert mich an. Abgesehen davon, dass mal wieder die tauben Soundverantwortlichen zu blöde sind, die örtlichen Gegebenheiten zu berücksichtigen. Das ist ein Altstadtplatz, wo jeder Furz dreimal hallt und auf den Gassen ein Echo erzeugt. Da muss man nicht die Lautstärke voll aufdrehen. Bei dem Inhalt dieser Büttenreden schon mal garnicht.“

Ein zweiter rotbemützer, sogenannter Arbeitervertreter kam hinzu : „Aber es ist doch wichtig. Und man muss wenigstens einmal im Jahr etwas laut sagen können.“ Ich grinste : „Gegen erhobene, emotional bedingte Rednerstimme, welche man bis in die hinteren Ränge eines Aufmarschstadions hört, wäre ja auch nichts zu sagen… Aber bei den paar versammelten Fahnenschwingern und Vereinsfunktionären und auf diesem Platz reicht Reglerstufe 2.“ Ich schaute in zweifelnde Gesichter und lief langsam warm : „Übrigens gibt es einerseits kaum noch Arbeiter hier. Wir sind ein Dienstleisterland. Unsere Stadt ist seit ..45 absolute Beamten- und Kasernenstadt. Und die haben die Arbeit auch nicht erfunden. Daher heißt das heute nicht mehr : „Ich gehe auf die Arbeit“, sondern man hat einen Job, ist beschäftigt, angestellt oder geht zum Dienst.“

Inzwischen waren es fünf gelb-rot Gewandete, die entrüstet um mich herumstanden. „Du langhaariger 68-er Freak hast doch nie gearbeitet und was ne Gewerkschaft ist, weißt du doch garnicht“ tönte ein fetter Glatzkopf. Na, da hatte er gerade den Richtigen angelabert. Also erwiderte ich :

Erstens habe ich schon gearbeitet, da hast du bereits deine ersten Tscheemalocher (Nichtstuer) -Pfunde angesetzt. Zweitens war ichseinerzeit in zwei Gewerkschaften aktiv. Drittens habt ihr fetten Vereinsfunktionäre uns Langhaarigen diverse Demos und Unterstützung im Arbeiterkampf zu verdanken. Viertens ist das da draussen weder Sozialkritik, noch nennt ihr Ross und Reiter. Das ist Selbstbeweihräucherung und sogenanntes Schulterklopfen von vermeintlich arbeitsnaher Vereinsmeierei. Wo sind denn eure Arbeiter ? Ich sehe hier nur vorwiegend fette Fahnenschwinger und biertrinkende Funktionäre. Der Büttenredner begrüßt anwesende Polit- und Clubprominenz, als ob er auf einer Karnevalssitzung wäre. Und nichts anderes ist dieses Alibi-Event.“

Damit ging ich von dannen und wanderte durch die Strassen der Stadt die, obwohl heute Feiertag war, leer waren. Dabei fiel mir ein : Apropo Feier… gestern abend war doch Walpurgisnacht und Tanz in den Mai ! Also Damenschwoof und Kampfemanzen-Disco. Wer also nicht mit runden Füßen und dickem Kopp in der Poofe lag, hat sich wohl einen 4-Tage-Kurzurlaub gegönnt und ist dem Sozi-Gedröhne entwichen. Wandervögel und Frischluftfanatiker sollen gesichtet worden sein, als sie im Bus raus in die Natur fuhren…zum wandern ? Oder war das nur eine Heizdecken-Verdrücker-Tour ? Jedenfalls in der Stadt und auf der Flussuferpromenade war wenig los. Auf der Funktionärsdemo und beim Arbeiter-Meeting waren sie wohl nicht; und gearbeitet haben sie am Tag der Arbeit mit Sicherheit nicht.

Ich plädiere somit für eine Umbenennung in : „Dienstleister-Dienstag“ (haben wir ja heute) oder „After-Walpurgis-Witchday“ ( hab heute bereits diverse Hexen gesehen) oder „Wandertag für nichtarbeitende Sozialleistungsempfänger, die nicht gewerkschaftlich organisisert sind“. Da wir ja kein Arbeiter- und Bauernstaat mehr sind; die sogenannte Sozialistenpartei als mitregierende Einheitspartei die große Kopulation vollzieht; und Gewerkschaften bei uns eher der teutonischen Vereinsmeierei dienen, ist ein „Tag der Arbeit“ obsolet. Es sei denn, man hält es damit – wie bei all den anderen Erinnerungstagen – indem man nach aussterbenden, schützenswerten und erhaltenswerten Dingen solchen Ehrentag benennt.

Arbeit – zumindest die, bei der man sich die Hände eventuell schmutzig macht, stirbt aus. Sie wird vorwiegend durch Maschinen erledigt, oder von zugewanderten Billiglohnkräften mit Migrationshintergrund. Die sind auch nicht in der Gewerkschaft. Wie denn auch, wenn sie nicht einmal den Anmeldebogen für die Mitgliedschaft ausfüllen können ? Laut heutiger Pressemitteilung sind ca. 50% der Teilnahme am Deutschkurs gepfiffen. Von denjenigen, welche erst garnicht an solchen Maßnahmen teilnehmen, ganz zu schweigen. Und unser hoffnungsvoller teutonischer Nachwuchs kann – laut medialen Veröffentlichungen – in der 4.Klasse auch nicht richtig schreiben und lesen.

Falls man also unter „Arbeit“ zukünftig nur Knöpfchendrücken und Schmatzfonestreicheln versteht, hat das auch nichts mit „dreckig machen oder schwitzen“ zu tun. Vielleicht wäre es dann für die sogenannten Arbeitervertreter angeraten, sich einmal um die Bildung ihrer Kollegen und Kinder zu kümmern ? Von dieser Zukunftsprämisse hab ich heute nichts gehört. Nur Gedröhne und Geschwalle im Interesse von Funktionären.

Hauptsache alle hatten frei.

H.H. ex Dementia copyright by River & Sea Maritim 2018

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Zivilisationskrank

Morbida – die Kasse deines Vertrauens ?

Es reicht noch nicht, dass die digitale Demenz die eventuell vorhandene geistige Gesundheit der Lemminge ausbremst. Mitnichten ! Da muss auch die Krankenkasse mit fragwürdigem Magazin die eventuell noch vernünftigen Verbraucher mit Konsumbefürwortung und Verbrauchertipps nerven. Mittlerweile sind diese grenzwertigen Mitgiedsinformationen nur etwa zu 50% mit medizinischen Texten alibiert. Der Rest ist blanke Werbung und Konsumanmache. Vom Reisemarketing bis hin zu heftiger Reklame für fragwürdige pseudo-medizinischen Utensilien. Wer immer noch denkt, dass die Krankenkassen die Interessenvertretung der zahlenden Mitglieder sind, der sollte dringend den Therapeuten seines Vertrauens kontaktieren. Das sowieso fragwürdige Gesundheitssystem ist schon länger zur Geldmaschine für die Pharmaindustrie mutiert und generiert auch so manch netten Umsatz von Klinikzentren. Und dann noch solch ein Magazin ?

Da dies bereits Thema anderer Artikel war und ist, hier nun lediglich die fragwürdige Veröffentlichung jenes „Magazins für Versicherte“. Ich versichere Ihnen, blöder geht’s kaum ! Man liest dort erstaunt Texte, die es in sich haben. Vor allem, was Gesundheit ( auch die geistige) und sogenannte Lebensqualität anbetrifft. Es lebe die Konsumkasse ! Denn diese beschwert sich über ein System, welches von den „neuen“ alten Politnasen nun umgemodelt werden soll :

* „morbiditätsorientierter Risikostrukturausgleich“

Hähhh ? Watt is dat denn ? Aha, wie stets im medizinischen oder politischen Bereich nimmt man Begriffe, die nur der Insider versteht. Je nebulöser, um so besser. denn der Bürger muss ja nicht alles verstehen. Dieser Ausgleich soll den Patienten die Versorgung und den Kassen ausreichende Zuweisung aus den generierten Pfründen garantieren ? Nun bin ich da, was die Aufklärung der Patienten anbetrifft, gerne behilflich. Was ist wohl damit gemeint ?

* morbide : körperlich = nicht widerstandsföhig, kränklich, angekränkelt. geistig = innerer, sittlicher, moralischer Zustand im Verfall begriffen, brüchig

Dass die Kassenkundschaft ersteres ist, dürfte klar sein. Dass sie Kassen zweiteres sind, scheint ebenfalls zutreffend zu sein. Nun wird aber nicht das Risiko des Patienten in den Fokus genommen, sondern jenes der Kassen, falls sie ein Mitglied (von mir aus auch „ohne“… vonwegen genderkorrekt) haben, dass richtig krank ist und dessen Behandlung somit Geld kostet. Es ist nun bekannt, dass Teutonia diverse Probleme mit seiner Infrastruktur hat (Brücken, Strassen, Schulen) und mit dem Länder-Finanzausgleich. Warum also nicht auch mit der Risikostruktur notleidender Krankenkassen ? Zum einen – Nomen est Omen – kassieren sie von Kranken und zum anderen sind es Versicherungen. Was, laut mancher Behauptung im Volk, kriminelle Vereinigungen sein sollen. Womit wir wieder bei „morbide“ wären. Das zum Editorial des Magazins. Nun zu den Meldungen dort :

* 25 Millionen in Deutschland zeigen besonderes Interesse an gesunder Ernährung und Lebensweise !

Was sich die Krankenkasse als Erfolg ans Rever heften möchte ? Haaalloooo ! Deutschland hat 82,5 Millionen Einwohner ! Das wären nur ca. 30%, also ein Drittel, die Interesse an ihrer Gesundheit haben ? Ja, wo sammer denn ? Also muss die Kasse da gegensteuern :

* Für alle, die gerne gesund und schmackhaft essen möchten, aber nicht so richtig wissen, wie das funktioniert, bietet der Kassen-Teledoktor einen uqalifizierten Service !

Wie wäre es mit Bildung, geistigem Training oder Psychotherapie, damit die Dumpfbacken – trotzt hunderten von TV-Kochsendungen – wissen, wie man sich vernünftig ernährt ? Das mit dem Geschmack wie üblich : „Geschmäcker sind verschieden…. man sollte aber wenigstens einen haben !“ Mich wundert, dass dies Schundblatt nicht Werbung für veganes Fast-Food macht ? Und weiter geht’s mit wichtigen Health-News :

*Auf zum Women´s Run ! Der „Kasse“ Womens Run ist Deutschlands größte Frauenlaufserie.

Ja, wo laufen sie denn ? Ich dachte Frauen machen nur einen Run bei Schlussverkäufen oder Billigmarkt-Eröffnungen ?

* Unter dem diesjährigen Motto „Glitzerflitzer“ genießen…Teilnehmerinnen in ganz Deutschland einen perfekten Tag. Zusätzlich zum Lauf wird der Tag vom Women`s Village, vom Women`s Day Spa und Warm-Up-Shows geprägt und bietet somit einen rundum netten Tag mit besten Freundinnen.

Mehr Klischee geht garnicht ! Die Kasse bezeigt sich modern indem sie Anglizismen und Werbebegriffe hypt ? Abgesehen vom Sponsering des „ganz nebenbei“ erwähnten „Villages + Spa-Bereichs“ fehlt da eigentlich nur noch der Hinweis zur nächsten Shoppingmeile mit : „Wir kaufen nicht ein, wir shoppen uns glücklich !“ Denn offensichtlich geht bei den flitzenden Hühnern ohne Glitzer garnichts ? Das tut richtig weh. Und noch weitere wichtige Information für Gesundheits-Fanatiker :

* Am 31.Mai ist Weltnichtrauchertag ! Ein ideales Startdatum für alle, die dem blauen Dunst abschwören wollen. Die Krankenkasse hilft mit dem Online-Kurs SQIN (Smoke-Quit-Win).

Apropo „blauer Dunst“. Selbigen macht man seinen Mitglieder hier aber vor ? Was bitteschön wird denn im Online-Kurs den digidementen Qualmsocken gezeigt ? Wie man den Schmerch ausdrückt ? Oder werden da nette Aufnahmen (Selfies ?) von offenen Raucherbeinen etc. gezeigt ? Falls das zuviel Stress macht, man aber ausserdem noch Probleme beim ablegen hat. Die Kasse hilft :

* Einschlafen mit Alexa : Meeresrauschen, sanfte Musik oder Traumreisen. Mit dem sprachgesteuerten Programm „Schlafenszeit“ hat die Kasse eine Audio-App für „Echo“ entwickelt. Der Skill soll Stress und Ruhelosigkeit mindern bzw. beim Einschlafen durch Zuruf helfen.

Was, wie, wo ? Wie bitteschön hört man denn Traumreisen ? Wenn ich doch ständig rumlabere, damit Alexa mir endlich die Schäfchen zählt, bin ich doch wach ? Damit nicht genug Werbung für Elektronik. Da muss noch etwas Marketing für die Elektroindustrie her :

* Für die Intensität der Sonnenstrahlung und notwendigen Sonnenschutz zeigen Smartphone-Wetter-Apps die tagesaktuellen …….

Da reicht nicht die heftige Sonnenölwerbung ? Oder vielleicht etwas Erziehung bzw. Bildung, damit man einerseits bemerkt : „Aha, es scheint die Sonne !“ und andererseits : „Es könnte etwas heiß auf der Haut werden.“ Da aber laut Meinung der Krankenkasse die Lemminge sowieso blinde Maulwürfe, teilweise un-(oder unter-)beleuchtet und zuwenig wach sind, wird den bildungsresistenten Lichtscheuen noch erklärt :

* Licht steuert die innere Uhr . Die biologische Uhr tickt seit der Evolution in jeder Körperzelle und produziert beim Menschen gewissermaßen einen Innentag von 24 Stunden…

Ach nee ? Wann genau ist denn der Beginn der Evolution datiert ? Anno Tobac ? Und kann man das Ticken auch hören ? Ist das etwa jenes Geräusch im Ohr, der berühmte Tinitus ? Was ist denn dann ein Aussentag ? Wieviel Stunden hat der denn ?

* Deshalb wird dieses innere Zeitsystem auch circadiane Uhr genannt. (lat. circa = ungefähr, dies = Tag). Helligkeit = wach und aktiv werden, Dunkelheit = Ruhe und Schlafbedürfnis. Der Wechsel von Licht und Dunkel teilt somit alle Funktionen des Körpers in Aktivitäts- und Ruhephasen ein…

Also heißt die doch nich Alexa, sondern „Diane“! Da sich aber im Dunkeln gut munkeln lässt und diverse Leutchen extrem nachtaktiv sind, kann man das so in moderner Zivilisation nicht mehr sagen. Überhaupt ist durch die immense Licht- und Reizüberflutung in den Städten nix mehr mit evolutionär bedingten Innentagen. Also gibt die Kassen noch für Reisende die Empfehlung :

* Am Zielort sich der dort herrschenden Tageszeit anpassen. Es ist ratsam, wach und aktiv zu bleiben und erst zu schlafen, wenn es dunkel wird…

Diana“ ähhh „Alexa“ mach ma Licht an…ich kann nich schlafen…. “ So, falls sie nun der irrigen Meinung sind, mit etwas Bildung könne dem ganzen Blödsinn abgeholfen werden, so ist da ihre Krankenkasse anderer Meinung :

* Immer mehr junge Erwachsene (18 – 25 Jahre) leiden an psychischen Störungen. Vor allem Studierende erkranken in zunehmendem Alter an Depressionen.

Das ist eigentlich nichts Neues ? Bei all den Zivilisationskrankheiten und den Ungereimtheiten der modernen Konsumwelt kann der denkende Mensch schon mal am Rädchen drehen. Was zugleich bedeutet (siehe Text zuvor) dass Studierende nicht richtig innen ticken ? Das wird von der Kasse nun ärztlich untermauert :

* Psychische Störungen bei Erwachsenen zwischen 18 – 25 Jahren steigen von 2005 bis 2016 um 38%. Dabei waren 76 % Depressionen. In Deutschland haben ca. 1,9 Millionen psychische Diagnosen. Bei den Studierenden mit 18 Jahren haben 1,4 % erstmals Depressionen, mit 28 Jahren sind es schon 3,9%. Bei den Erwachsenen ohne Studium sind es 3,2 % mit 18 Jahren und 10 Jahre später nur 2,5%. Inzwischen leidet jeder sechste Studierende an psychischen Erkrankungen.

Die Studie könnte von der Handwerkskammer gesponsert sein ? Wer studiert, läuft neben der Kapp ! Wer aber nun denkt (Vorsicht – macht krank !) dass man auf die Idee kommt, dass es an gesellschaftlichen Bedingungen, oder gar grundsätzlich an der Zivilisation mit all ihren Irritationen liegt, der ist nicht uptodate. Alternativen oder gar ein Ausstieg werden nicht angedacht oder andere eventuell simplen Lebensrichtungen erwägt. Mitnichten. Die an Krankheiten verdienen haben keinerlei Interesse daran. Deswegen empfiehlt auch die Kasse ihres Vertrauens :

* Aus Sicht der Kasse sind daher niedrigschwellige Angebote gefragt… Online-Angebote sind da eine nützliche und wirksame Alternative, weil sie anonym sind und den Nutzergewohnheiten der Smartfone-Generation entgegenkommt.

Noch niedrigere Schwelle, als der Geistesdrempel, der hier zu bemerken ist, geht garnicht ! Als Gegenmittel zur geistigen Krankheit noch mehr geistigen Dünnpfiff zu empfehlen…das hat schon was…. Ein Meilenstein in der Prävention : Die Krankenkassen- Psycho-APP ! Wir verlosen eine rote Couch. Gewinner erhält zusätzlich einen Gutschein für 5 Sitzungen (liegt man nicht auf dieser speziellen Couch ?) mit unserem eCoach. Aber immer, wenn du denkst, es geht nicht schlimmer…

* Prävention pur. Im Zug durch die Drogenhölle – Die Kasse tourt im Oktober mit einem 165 mtr langen, umgebauten Zug durch Mittelfranken, um Kinder und Jugendliche vor Drogenmussbrauch zu warnen. Dabei können sie hautnah die (wahre) Geschichte von Marcel miterleben, der an seiner Sucht gestorben ist…

Nee, nich wirklich….? Was bitteschön will man den Kiddys im Zug denn hautnah vermitteln ? Wie man den Arm abbindet oder Spritzen setzt ? Und was hat das mit einem Zug zu tun ? Da kennt man doch eher die Szene am Bahnhof ? Wieso kann man, falls es um Bildmaterial geht, das nicht in der Schule vermitteln ? Muss es immer werbemäßige Action sein ? Merken die Dumpfbacken der Kasse eigentlich nicht, dass gerade dieser vermeintlich moderne, auf jugendlich getrimmte Palaver, die psychischen Störungen mit verursacht ? Das gerade Konsumterror und Verlogenheit moderner Wohlstandsgesellschaft Drogenabhängige produziert ?

Aber seitenlange Werbung für Wellness- und Fitnessgeräte, Reisen und andere Konsumgelegenheiten im Mitglieder-Magazin…. das soll gesund machen ? Nee, wohl eher nur die Kasse bzw. deren Kassenstand. Vielleicht sollte man den medialen Tastendrückern der Redaktion einmal die innere Uhr auf 5 vor 12 stellen ? Man scheint dortselbst anscheinend der Meinung zu sein, man müsse der Apothekenrundschau Konkurrenz machen, indem man anderes Marketing-Areal abgrast ? Eigentlich sollte man die Mitgliedsbeiträge zumindest um den Papierwert des Blättchens kürzen. Denn geistigen Wert hat das Machwerk keinen.

H.H. ex DEMENTIA copyright by River & Sea Maritim 2018

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Dead or alive

Weil schon wieder zuviel gedröhnt wird und Medien nebst Politik mit dem Tod von anderen ihre geistigen Lücken füllen …… sei gesagt :

„tot oder lebendig“

so lautete die Bedingung für Ergreifung mancher Krimineller. Zumindest in USA kennt man diese Möglichkeit zur Minimierung der Knastvolumina. Weshalb dort sicherheitshalber schon mal erst geschossen und dann gefragt wird. In Teutonia wurde das abgeschafft. Hat wohl damit zu tun dass, ähnlich wie bei manch anderen Exportartikeln, es besser ist wenn die Waffen woanders gebraucht werden, als im eigenen Konsumbereich. Daher hat wohl auch der Umgang mit dem Tod als solchen hierzulande etwas merkwürdige Züge angenommen. Ich habe schon früher über bigotte  Beileidsbekundungen und öffentliches Gelaber zu Verstorbenen geschrieben. Aber immer, wenn du meinst, es geht nicht blöder…..

Und schon wieder hört man in den Medien und offiziellen Absonderungen die statements zu : Töten durch Giftgas (die in England leben doch ?), viele Kriegstote hier und manche Gestorbenen dort usw… Man benutzt tatsächlich, im Zusammenhang mit Krieg, die  Formulierung : „gegen Regeln verstoßen“? Krieg kennt keine Regeln und hat den Sinn, andere zu töten. Waffen sind keine Landmaschinen und wurden zum töten produziert ! Man beschönigt seinen eigene Export von Waffen mit Friedenserhaltung oder gar : „Wenn wir es nicht machen, macht es ein anderer.“ Das alles ist ja dermaßen bigott, heuchlerisch, verlogen und inakzeptabel, dass es meine Intelligenz beleidigt. Ich kann und will dieses ganze Spießbürgergelaber, verlogene Politgedröhne und mediale Selbstbeweihräucherung so nicht mehr hören oder lesen !

Ich kann jedoch nicht umhin, bei diversen Meldungen in den Medien mir Gedanken zu machen. Wie folgende zum Tode sui ipso :

* „Der Tod ist ein finales Erlebnis“

Religiöser Suizid ist keine Frühbuchung für einen guten Platz auf der Wolke 17. Denn spätestens, wenn man bemerkt, dass diese Wolke schon seit Jahrhunderten besetzt ist, erkennt man, diverse Abzocker haben die Plätze doppelt und dreifach verscherbelt. Was erkennen lässt : „Auch klerikales Marketing ist nicht mehr das, was es früher mal war.“

* Gegen den Tod hilft auch keine Lebensversicherung, denn er ist ein bleibender Schaden.

Es gibt keine Versicherung oder Abo auf den Himmel. Selbst wenn klerikale Vertreter einem das so verkaufen wollen. Einerseits hapert es mit Beurteilungen oder like`s von droben im Web und andererseits wären diese auch klerikal manipuliert. Bislang ist es auch noch keiner Real-Docu der TV-Abflusskanäle gelungen, eines ihrer gefakten Formate aus dem Leben nach dem Tode zu senden. Auch wenn GnTM sich heftigst bemüht, stolpernden Kleiderstangen als verhungerte Engel zu propagieren. Der Tod hat zwar eine Knochengestalt, ist aber traditionell ein Mann.

* wer früher den Abgang macht, ist eher im Jenseits

Rechtzeitig sterben schafft eventuell gesicherten Platz in der Ewigkeit. Denn bei den momentan agierenden Psychopathen könnte es sein, dass man sich am Ende anstellen muss. Aber, wie im Discounter, sind auch im Himmel – entgegen mancher islamischen Behauptung –  nicht 72 Eintrittkassen mit Jungfrauen (*1) besetzt. Denn wer da Eintrittskarten abreißt, ist nicht mehr jung und es sind auch nie alle Kassen besetzt. Das dezente Schild : „Kasse geschlossen. Bitte den Gang nebenan benutzen !“ oder auch : „Schnellkasse. Nur für Barzahler mit wenigen Artikeln !“ ist nichts anderes, als der katholische Wegweiser zum Fegefeuer (*2).

*1) Mir muss jetzt mal jemand erklären, was das mit den vermeintlichen Jungfrauen auf sich hat. Soll das etwa bedeuten, dass der islamische Suizidfinalist vor Geilheit hechelnd auf Wolke 28 droben auftaucht, um dort die versprochenen Jungfrauen zu erblicken ? Und gibt es denn für jeden einzelnen Bombenerfolg nun abgezählte 72 Jungfrauen ? Wo holen die denn so viele her ? Doch nicht aus dem katholischen Fegefeuer, wo sie als vormalige Sünderin wieder rein gebrannt werden bzw. ein Jungfrauenhäutchen anoperiert bekommen ?

Was ist das für ein Wunschdenken ? Man hat nix anderes im Kopp, als nach dem Tode ca. 72 Engel zu entjungfern ? Denn das wären letztendlich (kleiner Wortgag) die jungfäulichen Weiber im Himmel ? Irgendwie hat das doch die Anmutung eines himmlischen Bordells ? Abgesehen davon, dass der suizidäre Hammel erst man nachweisen muss, dass er überhaupt leistungsmäßig in der Lage ist, dem 72 mal nachzukommen. Na gut, manche sind der Meinung: „Man hat ja eine Ewigkeit Zeit.“  Im Übrigen gilt laut meiner Info aus islamischen Veröffentlichungen, dass man nur am Stück, also im Ganzen, dort oben antreten darf.

Was verständlich ist. Schließlich benötigt man da droben schon genug Personal, um Jungfrauenscharen  zu generieren. Da kann man nun nicht noch Schniedelwutz-Ersatzteillager vorhalten, denn Dildos sind da verpönt. Zum Begriff „Huri“ oder einer Auslegung, was genau dies bedeutet, wurde schon genügend im Netz gesagt. Nichts-desto-trotz vermutet heute noch mancher Dopetouri in Amsterdam, dass die teutsche Bezeichnung für die Damen des horizontalen Gewerbes wohl aus dem Holländischen „te huur =zu verkaufen“ kommt. Wenn schon, dann neige ich als Sailor dazu, das nahe bei dem traditionellen Begriff „Heuer“ anzusiedeln.

* 2) Wer bitteschön fegt nun da was in oder aus dem Feuer ? Ist das wie beim töpfern ? Vorher rauh und schrundig…anschließend mit Hochglanz beschichtet  bzw. glasiert ? Zumindest bei vielen modernen Tussen wäre das unnötige Mehrarbeit, da dort bereits botoxiert und geglättet wurde. Wenn doch im Fegefeuer schon gegrillt, geheizt oder gebrannt wird, was bitte soll einen denn in der tiefsten Hölle da noch jucken ? Oder ist es lediglich die Dauer ? Im Fegefeuer gibt es nur Abo bzw. klerikale Buchung, in der Hölle jedoch die Ewigkeit. Abgesehen davon, dass solches die  Konsumfallowerinnen sowieso nicht stört, da sie vom Dauerliegen in Sonne bzw. Studio das Grillen gewohnt sind. Irgendwie stellen jene bildhaften Ansagen der religiösen Märchenerzähler manchmal sogar Comics oder Dumpfbacken-TV-Formate in den Schatten.

* Tod ist anhaltende Enthaltsamkeit

Apropo Schatten …neee nich die 50 grauen, welche teutonische Brünstige kaum zum Suizid bewegen können. Obwohl einem da gelegentlich auch das Grauen ankommt…. Mitnichten. Gemeint ist der Schatten des Todes, der jedes Lebenslicht verdunkelt bzw. es ganz finalisiert. Da lob ich mir doch den Tod in Terry Pratchet`s Büchern. Dieser ist wenigstens noch neugierig auf das Leben. Im Gegenteil zu manchen Dumpfbacken und Strunzern, welche wohl meinen, schon alles gesehen oder erlebt zu haben.

Moderne Pharma- und Chemie-Konzerne sind bemüht, konsumgeile Lemminge als Langzeitkunden zu erhalten. Sie sollten jedoch gesteigertes Interesse darauf legen, die Beipackzettel vernünftig zu übersetzen oder den Wahrheitsgehalt ihrer Werbung zu verbessern. Denn die massive Blödheit konsumgeiler Marketingopfer ist nicht  nur gefährlich, sondern lebensverkürzend. Wie sagt schon seine Merkwürden, der Totengräber  :

* sterben ist eine lebensgefährliche Betätigung

Übrigens vernimmt man aus gut informierter Quelle gerüchteweise, dass in westlicher Zivilisation die am weitesten verbreitete Todesart der „Hirntod“ ist. Was, basierend auf dem „Wiedererkennungseffekt“ nun erklärlich macht, weshalb die teutonischen Couchsitzenden so gerne „Walking Dead“ und andere Zombie-Movies sehen. In dieser geistigen Leere scheint der Tod eine Trenderscheinung zu sein ? Was manche unserer obersten Zerwalter und klerikal Fakenden (immer schön genderkorrekt) nicht daran hindert, vom „Leben nach dem Tode“ zu faseln ? Solches wird ja von denen propagiert, die das Leben in vollen Zügen genießen; den Lemmingen aber lediglich die reine Existenz gestatten bzw. diese Oxydation als „das wahre Leben“ verkaufen. Gelebt wird nach dem Ableben ?

Sorry, aber da halt ich es mehr mit dem „alive“. Wer anderer Ansicht ist, dem wünsche ich einen netten Tod und weiterhin „angenehme Verwesung“.

 

H.H.. ex  DEMENTIA                copyright by River & Sea Maritim 2018
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